Unter anderem um die Festlegung neuer Standorte für die Urnengräber und Baumbestattungsfelder im Friedhof in Rannungen ging es bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen, fand auf dem Friedhof eine Besichtigung statt. Hier wurde auch diskutiert, an welcher Stelle man einen neuen Platz für die Urnenbestattung schaffen könnte. Werner Keller plädierte dafür, diese Art der Bestattung unbedingt anzubieten: "Hiermit tragen wir der geänderten Bestattungskultur Rechnung", erklärte er. Die Linde an der Leichenhalle wäre ein sehr schöner Platz dafür.


Auch an der Außenmauer

Yvonne Seufert regte an, dass man die Außenmauer der Leichenhalle verwenden könnte, um dort die kleinen Grabschilder anzubringen. "Wie dies genau zu handhaben ist, muss auf jeden Fall vorgeschrieben werden, damit hier kein Wildwuchs entsteht", forderte sie. Als weiterer Ort für die Urnenbestattung komme auch die Linde im hinteren Teil des Friedhofs infrage, erklärte Bürgermeister Fridolin Zehner, hierüber müsse man noch einmal diskutieren.
Bei der Friedhofsbegehung wurden auch die Urnenstelen vorgestellt, die demnächst für die Urnenbestattung zur Verfügung stehen. Diese sollen nach Beschluss des Gemeinderates in den hinteren, rechten Teil des Friedhofes gelegt werden.
Wie der Bürgermeister mitteilte, sei am vergangenen Montag ein Antrag ins Rathaus gebracht worden, der verlangt, dass man die drei Bäume beim Kompostplatz fällen soll. "Dies wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung stehen", erklärte Zehner. Aus diesem Grund werde man auch erst beim nächsten Mal festlegen können, an welcher Linde in Zukunft die Urnenbestattung stattfinden kann.
Ebenso war der Antrag auf Erteilung einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes eingereicht worden. Roland Stefan hat in der Von-Münster-Straße im Baugebiet "Südlich der Jahnstraße" ein Gartenhaus errichtet, welches eine Dachneigung von 15 Grad aufweist, wohingegen der Bebauungsplan eine Dachneigung von 28 bis 32 Grad vorschreibt. Einstimmig wurde hier die Erlaubnis erteilt.


Jahresrechnung vorgelegt

Außerdem wurde der Gemeinderat über die Jahresrechnung 2015 informiert. Das Haushaltsjahr 2015 der Gemeinde Rannungen konnte, wie der Bürgermeister mitteilte, ausgeglichen abgeschlossen werden. Es wurde ein Sollüberschuss von rund 506 000 Euro erwirtschaftet, der über die Zuführung und Entnahme aus der allgemeinen Rücklage im Haushaltsjahr 2016 wieder zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung steht. Der Verwaltungshaushalt schloss in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils rund 1,9 Millionen Euro ab. Dem Vermögenshaushalt konnte ein Betrag von rund 340 000 Euro zugeführt werden. Der Schuldenstand zum 31. 12. 2015 beläuft sich auf rund 466 000 Euro und konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 265 000 Euro verringert werden. Bei einem Einwohnerstand von 1135 Einwohnern errechnet sich daraus eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 410 Euro. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden betrug 679 Euro, so dass Rannungen in diesem Bereich recht gut dasteht.


Wasserversorgung

Um die gemeindliche Wasserversorgung ging es in einem weiteren Punkt. Wie der Bürgermeister mitteilte, sollen nach Rücksprache mit dem Gemeindebauhof zwei nicht mehr funktionsfähige Wasserschieber ausgewechselt werden. Zusätzlich sind zwei neue Wasserschieber geplant, um zusätzliche Streckenabschnitte zu erhalten, nämlich in der Brunnenstraße und am Wasserturm. "Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 5000 Euro. Genau können diese jedoch nicht beziffert werde, da das Material sowie der Umfang der Erd- und Asphaltierarbeiten noch nicht genau feststehen", erklärte Zehner. Einstimmig beschloss man deshalb, den Ersten Bürgermeister zur Vergabe der Baggerarbeiten sowie der Materialbeschaffung für die vorgenannte Maßnahme zu bevollmächtigen, wobei dieser auch die Auftragsvergabe übernimmt. Die Auswechselarbeiten selbst werden dabei vom gemeindlichen Wasserwart übernommen.
Um die Neuanschaffung von Spielplatzgeräten für den Kinderspielplatz hinter der Kirche Rannungen ging es in einem weiteren Punkt der Sitzung. Hierüber war bereits in zwei vorangegangenen Sitzungen im Gemeinderat gesprochen worden. Im Haushaltsplan 2016 stehen hierfür noch 5000 Euro zur Verfügung, wie Bürgermeister Fridolin Zehner mitteilte. "Auf Vorschlag des Bauhofes sollen ein Trampolin und eine Sandkastenumrandung von der Firma Espas neu beschafft werden", erklärte der Bürgermeister. In dieses Projekt wird auch die Spende von 500 Euro, welches die Eltern der Kommunionkinder gegeben hatten, miteinbezogen. Einstimmig wurde die Neuanschaffung beschlossen.
Außerdem informierte Bürgermeister Zehner darüber, was in der vergangenen Sitzung im nicht öffentlichen Teil besprochen wurde. So habe man die Entsorgung der Öltanks im Rathaus und in der Schule eingeleitet. Das Öl der alten Tanks wurde abgesaugt und in den neuen Tank gefüllt. Die zehn alten Tanks müssten nun entsorgt werden. Außerdem sprach Zehner davon, dass die Gemeinde einen Bauplatz habe erwerben wollen im Austausch gegen Ackerland. Dies habe der entsprechende Grundstückseigentümer, die nicht genannt werden will, abgelehnt.


Fax für die Feuerwehr

Joachim Weigand forderte, dass das Feuerwehrhaus endlich ein Faxgerät bekomme, da bei der digitalen Alarmierung der Einsatz nur einmal durchgegeben werde und weitere Anweisungen dann per Fax kämen. Dem sagte man zu.
Werner Keller meinte, dass man die Wege, die nicht so stark frequentiert sind, nur einmal im Jahr mähen sollte. So spare man sich die Einrichtung von Blühflächen, könne aber dennoch viel für die Insekten tun, die auf Blütenpflanzen angewiesen sind.