Der unterfränkische Kammersieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2020 im Handwerksberuf als Metallbauer (Fachrichtung Konstruktionstechnik) heißt Tim Röder. Der 19-jährige Metallbauer wohnt in Wermrichshausen und wurde in der Schlosserei Weisenseel in Niederlauer ausgebildet.

Statt der traditionellen Freistellungsfeier der Handwerkskammer und der Ehrung der Kammersieger im feierlichen Rahmen, wurde im "Corona-Jahr" die Urkunde und die anerkennenden Worte von Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, per Postboten übermittelt. Heußlein würdigte die "ausgezeichneten Leistungen" des unterfränkischen Kammersiegers, den bei seiner Arbeit Genauigkeit, Kreativität und Flexibilität auszeichneten. Er betonte, dass für solch einen "herausragenden Erfolg" natürlich der Leistungswille und der Ehrgeiz des jungen Gesellen, aber auch ein guter Ausbildungsbetrieb die Eckpfeiler des Erfolgs sind. "Tim Röder ist fachlich top, findet eigenständig Lösungen, sein Verhalten zu den Kunden ist vorbildlich", sehen ihn seine beiden Ausbilder, Roland und Tobias Weisenseel, als Vorbild für alle Auszubildenden in einem Handwerksberuf.

Erfahrungen sammeln

"Zum einen wusste ich von meinen Eltern, dass die Schlosserei Weisenseel Garant für eine sehr gute Ausbildung ist, zum anderen wollte ich in einer Schlosserei, die sich mit den vielfältigen Aufgaben in der Konstruktionstechnik beschäftigt, Erfahrungen sammeln", nennt Röder seine Gründe, seine Ausbildung nicht im elterlichen Betrieb "Stahlbau Röder", der sich überwiegend mit dem Bau von Stahlhallen und Sonderkonstruktionen beschäftigt, zu absolvieren, sondern in der Schlosserei mit den vielfältigen Aufgaben in der Konstruktionstechnik.

Gleich zwei Meister

"Ich hatte mit Roland und Tobias Weisenseel gleich zwei Meister, von denen ich sehr viel gelernt habe", schätzte Röder nicht nur das berufliche Fachwissen, sondern auch die familiäre Atmosphäre in der Schlosserei, wo Leistung zwar konsequent gefordert wurde, aber auch ein ausgezeichnetes Betriebsklima herrscht.

Nach seiner beruflichen Ausbildung, die er wegen seiner guten Leistungen um ein halbes Jahr verkürzen konnte, hat Kammersieger Tim Röder mit der Ausbildung zum Metallbaumeister schon sein nächstes Ziel vor Augen.