Ein großer Rahmen war zwar nicht möglich, dennoch hatte es Klassenlehrerin Jessica Gabold geschafft, ihre Schüler mit einer stimmungsvollen und gelungenen Verabschiedung in der Aula in einen neuen Lebensabschnitt zu schicken. Auch Pater Rudolph hatte es sich nehmen lassen, den Jugendlichen Gottes Segen auf ihren weiteren Weg mitzugeben.

Als einmaliges Erlebnis in ihrer beruflichen Laufbahn wertete Klassenlehrerin Jessica Gabold, in einem kleinen Team von nur neun Schüler mit unterschiedlichen Interessen zu agieren. Es gab für den Einzelnen letztlich wenig Alternativen "zum Ausklinken" oder sich einmal eine Auszeit zu nehmen.

"Ihr wart konstant fleißig und ehrgeizig, auch als Team wart ihr unschlagbar. Ihr habt die Schülerfirma nahezu allein ,gewuppt', ihr wart eine homogene Truppe mit viel Toleranz und Respekt untereinander, wo jeder den anderen akzeptierte", lobte die Klassenleiterin.

"Verfolgt eure Träume, denkt immer daran, es gibt keine falschen Entscheidungen, seid neugierig auf das Leben, geht eure eigenen Wege und habt ein Ziel vor Augen, das ihr anstrebt", wünschte Gabold für den anstehenden Neuanfang ihren Schüler/innen alles erdenklich Gute.

"Enorm viel Zeit und Arbeit investiert"

"Ihr habt mit dem Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses alle euer persönliches Ziel erreicht. Ohne Zweifel habt ihr enorm viel Arbeit und Zeit investiert und ihr wart erfolgreich", stellte Rektorin Freifrau Ulrike von und zu der Tann zufrieden fest. Sie verglich die Schulzeit mit einem langen, manchmal auch kurvigen Weg, der letztlich aber zum Ziel geführt hat. Besonders der Zieleinlauf hatte von den Jugendlichen alles gefordert.

Gelernt wurde in der "heißen Lernphase" anfangs im "Home Schooling", der "Re-Start" in der Schule musste dann unter den erschwerten Coronabedingungen absolviert werden. "Mit eurem Abschluss könnt ihr positiv in die Zukunft blicken, ihr könnt eine berufliche Ausbildung beginnen oder eine weiterführende Schule besuchen", verabschiedete die Schulleiterin die Absolventen, die ihr seit der fünften Klasse durch nahezu tägliche persönliche Kontakte vertraut waren, sichtlich gerührt. Damit können alle ihrer Zukunft mit einem Wechsel in das Berufsleben oder an einer weiterführenden Schule positiv entgegenblicken.

"Einen guten Freund, auf den man sich immer verlassen kann, der einem nicht nur in guten Zeiten, sondern auch bei Problemen zur Seite steht" wünschte Pater Rudolph Götz von der Pfarrei Münnerstadt und appellierte an die Entlassschüler, auch nicht die schützende Hand Gottes zu vergessen, der jedem Menschen seine Hilfe anbietet.

Für die Klasse, deren Markenzeichen die manchmal schon unheimlich anmutende Ruhe und Disziplin im Unterricht war, bedankte sich Linus Schlembach, der bekannte, "zwar kein großer Redner" zu sein, den Dank der Klasse aber kurz und prägnant auf den Punkt brachte.

Die Absolventen

Über den "Mittleren Bildungsabschluss" freuten sich Julian Braun, Elisa Fehler, Jakob Hanshans, Celina Müller, Linus Schlembach Natalia Wojtkiewicz, Michael Wottschel, Darleen Zapf und Setareh Rassouli, die mittlerweile nach Krefeld umgezogen ist. Als Klassenbeste wurde Elisa Fehler und Celina Müller ausgezeichnet.