Die Generalsanierung der Münnerstädter Mehrzweckhalle wird fristgerecht abgeschlossen. Dies betonte Bürgermeister Michael Kastl in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag. Stadtrat und TSV-Vorstand Günter Scheuring hatte zuvor nachgefragt, ob bei der Sanierung alles nach Plan laufe."Die Termine sind einzuhalten", erklärte Michael Kastl. Denn es gibt bereits Veranstaltungen, die ab der kommenden Woche in der neuen Halle abgehalten werden.

Der Stadtrat selbst wird die Halle am Montag, 20. September, offiziell in Betrieb nehmen, teilte geschäftsleitender Beamter Stefan Bierdimpfl auf Anfrage dieser Zeitung am Dienstag mit.

Der Sitzungsstart nach der Sommerpause wurde deshalb von der Alten Aula in die sanierte Halle verlegt. Ab Mittwoch, 22. September solle die Halle dann auch für den Vereins- und Schulsport freigegeben werden, so der Zeitplan. "Gerade wird die Hallenbelegung endgültig festgezurrt, aber das sei ein normales Prozedere wie in jedem Jahr", so Bierdimpfl. Am Samstag, 25. September, hält dann die Feuerwehr ihre Jahreshauptversammlung in der frisch sanierten Halle.

Nach Auskunft Bierdimpfls laufen derzeit noch die Bauabnahmen für die einzelnen Gewerke in der Halle. Einige Schlussarbeiten seien noch zu erledigen. Handwerker sind noch auf der Baustelle.

Antrag von SuedLink

In seiner Sitzung stimmte der Bauausschuss Baugrunduntersuchungen zu, die im Rahmen der Planungen für die SuedLink-Stromtrasse im Raum Münnerstadt notwendig werden. Angekündigt werden Vermessungsarbeiten zur Erfassung der topographischen Verhältnisse. Außerdem werden Grundwassermessstellen errichtet. Diese sollen über einen Zeitraum von je fünf Jahren betrieben werden. Für den Zeitraum zwischen Bau und Rückbau gibt es für die betroffenen Grundstücke eine Entschädigung.Außerdem wird daraufhin gewiesen, dass für den An- und Abtransport öffentliche Wege und Zufahrten genutzt werden. Die meisten Arbeiten sollen in einem Zeitraum zwischen Dezember 2021 und Juni 2022 laufen, einige allerdings auch schon früher.

Betroffen sind Gemarkungsflächen entlang der geplanten Trasse in Althausen, in Fridritt sowie in Münnerstadt.

Ja zu Kunststofffenstern

Mehrere Baugesuche wurden in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses behandelt. So ging es um das sensible Thema, ob bei einem Bauprojekt in der Altstadt Kunststofffenster erlaubt werden sollen. Grundsätzlich verbietet die Gestaltungssatzung dies. Es gibt aber die Möglichkeit, für Gebäude, die nach 1965 errichtet wurden, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Im vorliegenden Fall handelte es sich um das Anwesen einer ehemaligen Bäckerei am Hafenmarkt. Dort sollen die früher gewerblich genutzten Räume in Wohnungen umgewandelt werden. Dazu wird der Einbau neuer Fenster nötig. Der Bauherr beantragt als Material Kunststoff, weil auch die bestehenden Fenster so ausgeführt sind. Michael Kastl warb deutlich für eine Zustimmung, da es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Anwesen handle und sich die neuen Fenstern der bestehenden Fassade anpassen.Zudem sei städtebaulich positiv zu bewerten, dass die Fenster zweiflügelig ausgeführt werden. Stadträtin Britta Bildhauer begrüßte die Sanierung, weil hier ein jahrelanger Leerstand beseitigt werde. Auch Arno Schlembach und Johannes Wolf sahen dies so. Wolf bedauerte lediglich, dass mit der Sanierung eine Gewerbefläche für Münnerstadt verloren gehe. Letztendlich gab es ein einstimmiges Ja für die Kunststofffenster. Michael Kastl verwies jedoch darauf, dass die Stadt nicht die endgültige Entscheidung trage. Diese liege beim Kreisbauamt und damit bei der unteren Denkmalbehörde, denn die Altstadt stehe unter Ensembleschutz. Die Stadt stehe im ständigen Kontakt mit der Behörde in Bad Kissingen, um einvernehmliche Lösungen in solchen Fragen zu finden.

Bauanträge behandelt

Die Zustimmung des Gremiums erhielt auch ein Bauantrag für die Errichtung eines Imbisses in einem Teil des ehemaligen Neukaufs in Münnerstadt. "Es ist bemerkenswert, dass sich in dieser Ecke gastronomisch immer etwas tut", meinte Bürgermeister Michael Kastl.

Das gemeindliche Ja gab es in der Sitzung noch für zwei Wohnhausneubauten in Reichenbach, die Errichtung einer Heuhalle zwischen Reichenbach und Münnerstadt und für die Erweiterung einer Doppelgarage mit Gerätehalle in Reichenbach