Zwischen der ersten Forderung nach einer Ortsumgehung und der tatsächlichen Einweihung der Entlastungsstraße in Münnerstadt lagen Jahrzehnte. Aber immerhin: sie wurde gebaut. Das kann man von der ebenfalls seit Jahrzehnten geplanten Karlsberganbindung nicht behaupten. Immer wieder einmal werden Rufe danach wach, erst vor ein paar Jahren hat Bürgermeister Helmut Blank (CSU) das Thema wieder aufgebracht, weil er um die Trinkwasserversorgung der Stadt fürchtet. Denn der Schwimmbadweg, der unmittelbar an den Münnerstädter Brunnen vorbeiführt, wird von größeren Fahrzeugen genutzt, die nicht durch das Jörgentor passen. Konkretes gibt es derzeit in punkto Karlsberganbindung nicht. Ein Umstand, der nicht zuletzt den Gartenfreunden gefallen dürfte, die ein Stück Erde in den Herrengärten pflegen,

Vor 25 Jahren allerdings fürchteten die Gartenbesitzer um ihr Stück Erde. Damals hatte ein Büro die schon zuvor geplanten sieben Möglichkeiten einer Karlsberganbindung genauer unter die Lupe genommen, besonders in Bezug auf Umsetzbarkeit und Umweltverträglichkeit. Von diesen sieben Varianten führten vier durch die Herrengärten. Man sollte das Ganze nicht übers Knie brechen, sagte damals Bürgermeister Ferdinand Betzer, der schätzte, dass es noch sieben bis acht Jahre dauern könnte, bis die Karlsberganbindung gebaut wird. Man ging davon aus, dass noch viel Diskussionsbedarf bestehe.