Landrat Thomas Bold, der in seiner Funktion als CSU-Kreisvorsitzender die Kür des Maßbacher CSU-Bürgermeisterkandidaten leitete, hatte es geahnt. Matthias Klement könne eine noch größere Zustimmung als er selbst erfahren, der zuletzt mit 98 Prozent zum CSU-Landratskandidaten für die Kommunalwahl im kommenden März ins Rennen geschickt worden war. Und so war es dann auch. Alle 25 stimmberechtigten Mitglieder votierten für Matthias Klement als Bürgermeisterkandidat der Maßbacher CSU. Mit zwölf Gästen hatte die Versammlung zudem einen recht beachtlichen Zuspruch von Bürgern, die nicht der Partei angehören.
Matthias Klement ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Als er drei Jahre alt war, zog seine Familie von Bad Königshofen nach Maßbach, wo sein Vater Erhard später für 18 Jahre Bürgermeister werden sollte. Matthias Klement ging seinerzeit noch im Rathaus in die Grundschule. Nach dem Abitur am Schönborn-Gymnasium in Münnerstadt startete der Bürgermeisterkandidat erst eine Karriere bei der Bundeswehr, für die er heute noch Leutnant der Reserve ist. Nach einem Biologie-Studium in Würzburg arbeitete er zunächst dort am Virologischen Institut, welches er 1996 mit Diplom verließ. Seither ist Klement als Pharma-Referent und Fachwirt für Impfstoffe für ein führendes amerikanisches Unternehmen tätig.
Vorgeschlagen worden war Klement von seiner Gemeinderatskollegin Yvonne Hub, die gleich kräftig die Werbetrommel für den Ortsvorsitzenden der CSU rührte. Sein "hervorragender und unermüdlicher Einsatz" für den Markt Maßbach prädestiniere ihn geradezu für das Bürgermeisteramt. Landrat Thomas Bold sah nach den jüngsten Ergebnissen seiner Partei eine gute Basis für die Kommunalwahlen, die auch Matthias Klement tragen werde.

Offenes Ohr für alle Bürger

Der Bürgermeisterkandidat sah es genauso. Er kenne die Parteispitze der Region persönlich und wisse ihre Unterstützung hinter sich. Derart gestärkt lasse sich in Würzburg oder München ganz anders vorsprechen, als es Kandidaten anderer Parteien können. Klement sprach auch über seine Motivation. Er sei in vielfältiger Weise im Ortsgeschehen involviert, Vorsitzender des Dia konievereins, im St.-Johannis-Zweigverein und als sportbegeisteter Fußballer am Vereinsleben interessiert. Dieses Ortsgeschehen will er entscheidend mitgestalten - am liebsten an der Spitze. Die Auswirkungen des demografischen Wandels sieht er dabei als die herausragende Aufgabe der Zukunft. Gleichzeitig müssen auch den Kindern Perspektiven an die Hand gegeben werden, ihre Heimat zu schätzen und zu lieben. Vieles sei schon in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht worden, und vieles habe auch mächtig Geld gekostet. Hier werde es wichtig sein, in den kommenden Jahren etwas auf die Bremse zu treten und die Verschuldung zurückzufahren. Und weil Parteipolitik auf dem Lande eine weniger große Rolle spielen sollte, versprach der Bürgermeisterkandidat, für alle Bürger ein offenes Ohr haben zu wollen.