Langsam füllt sich die Kasse wieder. 75.000 Euro hatte die Gruppe der Ukrainehilfe Münnerstadt an Spenden eingenommen, sagt Initiator Reinhold Heppt.45.000 Euro davon sind für medizinische Hilfsgüter ausgegeben worden, der Rest unter anderem für Lebensmittel und Hygieneartikel. Dann war die Kasse leer. Mit einer Spende von 777 Euro haben die Mitglieder der DJK Windheim dazu beigetragen, dass bald wieder ein Hilfstransport in die Ukraine möglich sein wird. Anlass für die Spende war das Jubiläum "70 Jahre DJK Windheim", das am Samstag, 24. September, mit einem Irischen Abend begangen wird.

Aus 70 werden 777

"Wir haben uns überlegt, zu unserem Jubiläum eine Spende zu machen", sagt Sebastian Beck, einer der drei Vorstände der DJK Windheim. Das sei auch schon Thema bei der Jahreshauptversammlung gewesen. Schnell war klar, dass die Sportler die Ukrainehilfe unterstützen wollen. "Es sollte aber etwas Regionales sein", sagt Sebastian Beck. Und so sind sie auf die Münnerstädter Gruppe um Reinhold Heppt gekommen. Weil Sachspenden in jüngster Zeit nicht mehr so gefragt waren, entschieden sich die Sportler für eine Geldspende und weil sie ihren 70. Geburtstag feiern, sollten es 777 Euro sein.

Für das Geld werden wieder Hilfsgüter gekauft, die dann im Herbst von der Münnerstädter Gruppe nach Polen und von dort von anderen Organisationen in die Kriegsgebiete gebracht werden. Bewährt haben sich die Notfallpakete, sagt Reinhold Heppt. Verbandszeug, Stirnlampen, Mittel zur Wasseraufbereitung - alles wird gebraucht.

Hilfe für kleine Dörfer

Während die großen Hilfsorganisationen eher die große Städte versorgen, kümmern sich die kleinen mehr um die Dörfer, die abseits liegen. "Es sind alles private Organisationen", betont der Initiator. Oft sind sie miteinander vernetzt. So haben die Münnerstädter Verbindungen zu Hofheim. Die Unterstützung ist vielfältig. Deshalb hat Reinhold Heppt auch Tamara Maisch, Marco Seller und Udo Mally (Wülfershausen) mit zur Spendenübergabe gebracht.

"Es hat sich nichts geändert", beschreibt Reinhold Heppt die Lage in der Ukraine. Richtig krass sei der der regelmäßige Beschuss. "Das geht jeden Tag, aber die Ukrainer versuchen, ein normales zu führen." Auch das sei ein Grund für die Spende der DJK gewesen, sagt Sebastian Beck dazu. In die Ukraine spielt jetzt wieder die erste Fußball-Liga. Ein Spiel dauerte mehr als vier Stunden, weil es mehrfach wegen Alarms unterbrochen werden musste. Das zeige deutlich, was dort derzeit passiert. Deshalb brauchen die Ukrainer auch weiterhin Hilfe. Der nächste Transport wird vorbereitet.