25 Punkte - mehr geht nicht. 25 Punkte hatte Kornelius Kreuzer beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" im Februar erreicht, und 25 Punkte erhielt er auch Bayerischen Landeswettbewerb in Ingolstadt. Mehr ist für den Zwölfjährigen momentan nicht drin. Der begeisterte Schlagzeuger, der sämtliche Perkussionsinstrumente beherrscht, hat aber noch einiges vor. Im nächsten Jahr möchte er die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik schaffen und sein erklärtes Ziel ist die Aufnahme im Sinfonieorchester des Bayerinschen Rundfunks.

"Durch meine Mama bin ich zur Musik gekommen, sie spielt Klavier", sagt Kornelius Kreuzer. Das war nicht so sein Ding, er wollte lieber Schlagzeug lernen. Aber seine Mutter, Annemarie Kreuzer, bestand darauf, dass er nebenbei auch ein Melodieinstrument erlernt. Das war gar nicht so einfach. "Blockflöte wollte er nicht, und mit der Geige hat es nicht funktioniert", erzählt sein Vater Mathias Kreuzer. Mit den Perkussionsinstrumenten und vor allem mit dem Marimbaphon hat Kornelius Kreuzer seine Berufung gefunden.

Mit vier Schlägeln

Ein Marimbaphon ist ein riesiges Xylophon mit Klangplatten aus Holz. Gespielt wird es mit vier Schlägeln. "Es kommt wieder mehr in Mode", sagt Schlagzeuglehrer Adrian Blümm, der Kornelius Kreuzer sein sechs Jahren unterrichtet. Im Alter von sechs Jahren hat der Schüler mit Schlagzeug begonnen, ein Jahr später kam das Marimbaphon dazu. Adrian Blümm hat seinen Schützling selbstverständlich mit nach Ingolstadt begleitet und war natürlich stolz auf dessen Leitung beim Wettbewerb "Jugend musiziert".

"Wir sind sehr froh, dass wir so ein Instrument hier haben", sagt der Leiter der Städtischen Musikschule Münnerstadt, Thomas Reuß. Erst kürzlich hat sich die Schule das Marimbaphon anschaffen können. "Wir brauchen es besonders für die studienvorbereitende Ausbildung." Natürlich spielt Kornelius Kreuzer auch beim Städtischen Jugendblasorchester mit. Er beherrscht auch das "normale" Schlagzeug und die Pauken. "Und sämtliche Perkussionsinstrumente, die wir haben", sagt der Musikschulleiter nicht ohne Stolz.

Name ist bekannt

Der Name Kreuzer ist an der Musikschule ein Begriff, nicht nur, weil Annemarie Kreuzer dort auch als Lehrerin tätig ist. Kornelius hat drei ältere Geschwister, die alle bereits Preise abgeräumt haben. Maximilian spielt Gitarre und hat es bis zum Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" geschafft. Antonia hat auf der Violine den ersten Preis beim Bundeswettbewerb geholt und Katharina hat mit ihrem Cello einen zweiten Preis beim Landeswettbewerb belegt.

Kornelius Kreuzer besucht die Montessorischule in Münnerstadt. Sein großer Wunsch ist es, beim Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks mitzuspielen. Bereits nächstes Jahr möchte er die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Würzburg schaffen. Das Pre-College ist ein Frühstudium für hochbegabte Musikerinnen und Musiker. Für Schulleiter Thomas Reuß ist der Wettbewerbssieg von Kornelius Kreuzer eine Bestätigung der hohen Qualität an der Musikschule. "Wir haben ein sehr gutes Lehrerteam", sagt er.