"Keine Kontakte, keine Übungen, keine Kameradschaftsabende" - die Corona-Pandemie hat die Arbeit der Feuerwehr im Stadtteil Kleinwenkheim stark gebremst. Das wurde im Bericht von Vorstandsmitglied Andreas Schlembach in der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim deutlich. Andreas Schlembach sagte, dass der Feuerwehrverein Kleinwenkheim zum Ende des vergangenen Jahres 107 Mitglieder hatte - eine stolze Zahl für einen kleinen Stadtteil mit 540 Einwohnern. Es gab keine Vereinsaustritte, vier neue Mitglieder konnten begrüßt werden.

Die Verleihung der Auszeichnung "ehrenamtsfreundlicher Betrieb" an Theo Vorndran durch Innenminister Joachim Herrmann fand 23. Oktober 2020 statt. Mit zugegen bei dieser Ehrung, die in Erlangen stattfand, waren Kreisbrandrat Benno Metz und die Vorstandsmitglieder Oliver Jurk und Andreas Schlembach.

40 aktive Mitglieder verrichten Dienst

Kommandant Marco Gessner erwähnte in seinem Bericht, dass die Feuerwehr 40 aktive Mitglieder hat, davon sechs Frauen. Wegen der Corona-Pandemie fanden 2020 nur drei Übungen statt. Zehnmal wurde die Wehr alarmiert. Siebenmal wurde wie zu Bränden gerufen, zweimal zu technischen Hilfeleistungen und einmal zu einem Einsatz wegen eines Gefahrstoffes. Die Umzüge und Prozessionen im Stadtteil, an denen die Feuerwehr normalerweise teilnimmt, entfielen alle.

Gessner verlas auch den Bericht von Jugendwart Andreas Göbel. In der Jugendwehr sind sechs junge Leute aktiv. Nach einer Übung mit einer Wärmebildkamera und theoretischer Schulung musste der Übungsbetrieb wegen der Pandemie eingestellt werden. Atemschutzgerätewart Andreas Schlembach erwähnte, dass die Atemschutzgruppe zurzeit elf Mitglieder hat. Auch die Atemschutzträger konnten nur wenig üben.

Dank für das Engagement während der Pandemie

Bürgermeister Michael Kastl (CSU) bedankte sich dafür, dass die Feuerwehren sich im Mai 2020 um die Verteilung der Corona-Masken gekümmert haben. Er erwähnte, dass zwei Halbtagesstellen für Gerätewarte geschaffen wurden, die alle Feuerwehren der Stadt unterstützen. An den beiden großen Bränden dieses Jahr sehe man, dass die Stadtteil-Wehren gebraucht werden.

Kreisbrandinspektor Ronald Geis betonte, dass die Beteiligten bei den großen Bränden der letzten Zeit sehr gute Arbeit geleistet hätten. Die Alarmierung sei zum 1. April geändert worden, nun werde ermittelt, welche wir am schnellsten vor Ort befreien könne. Er betonte, dass die Ausbildung auf Kreisebene wichtig frei. Was vor Corona begonnen wurde, werde nun beendet, neue Kurse würden folgen.

Ehrungen standen an

Für 25 Jahre aktive Dienstzeit und Vereinsmitgliedschaft wurden Martin Leber, Heiko Schlembach und Oliver Jurk geehrt. 25 Jahre im Verein ist Christian Back, 40 Jahre Bernd Denner und sogar 50 Jahre Hubert Reuß. Alle bekamen Ehrennadeln und Urkunden.

Neuwahlen

Im Amt als Vertrauensleute bestätigt wurden Sven Weipert und Anita Erhard-Brust, neu ist Jannick Borst. Tiemo Vorndran und Marco Erhart wurden als Kassenprüfer bestätigt.