So musste es denn für einen letzten Ouzo, kredenzt von Ilias, vor einem idyllischen griechischen Wandbild aus einem noch stehenden Mauerstück der ehemals gemütlichen Speisegaststätte reichen.

"Vor rund 25 Jahren hat sich jeden Sonntagabend eine lustige Truppe aus Burglauer aufgemacht zum Brender Griechen. Anfänglich ganz normal zum Essen. Mit der Zeit wurde daraus ein Kult-Abend mit jeder Menge Ouzo", erzählt Udo Ries, Stimmungskanone im Burgläurer Fasching und einer der Gründerväter, von den Anfängen und einem folgenden Montag, "der grundsätzlich für alle nicht immer schön war".

Wirt fährt Gäste in die Disco

Letztlich war die Truppe mit dem Wirt so gut befreundet, dass der mit am Tisch sitzende Wirt nicht mehr aufgescheucht wurde, sondern das "Schankrecht" bei jeder Runde durchwechselte. Nach einem ausgiebigem und ausgezeichnetem Essen und den "Ouzo-Runden" ging es dann immer nach Burglauer in die Disco "Tropicana". "Da keiner von uns seinen Führerschein aufs Spiel setzen wollte, fuhr uns der Wirt dann meistens höchstpersönlich in seinem legendären roten Passat 'Schrägheck' nach Burglauer", schmunzelt Ries und erinnert sich, dass "oftmals auch der Kofferraum als Notplatz genutzt wurde, wenn die Sitzplätze nicht immer ausreichten".

Letztes Fest vor sieben Jahren

Im Laufe der Zeit hat sich dieser Kult-Sonntag natürlich irgendwann zerschlagen, die Truppe wurde naturgemäß älter, mancher nähert sich der 50, egal aus welcher Richtung. Auch das "Tropicana", mit dem legendären Wirt Fred aus den 1990er Jahren, gibt es schon lange nicht mehr. "Das letzte große Fest, das man altersbedingt ruhiger angegangen war, liegt auch schon sieben Jahre zurück", blickt Ries zurück und freut sich, dass man den "Karmeliterhof" mit einem "letzten Ouzo" Lebewohl gesagt hat. Eingeschenkt von Ilias Siafakas und seiner Frau Maria, die mittlerweile ihre Gäste im "Mürschter Sportstüble" verwöhnen.