"Bewährtes bewahren und für die Zukunft gerüstet sein" war das Motto, mit dem Bürgermeister Kurt Back seine Gemeinde 18 Jahre geführt hat. Burglauer deckt für junge Familien alle Grundbedürfnisse ab und bietet von Sport bis Kultur eine breite Palette an Freizeitmöglichkeiten. Es gibt eine gemeinschaftliche Arztpraxis, ein gut sortiertes Lebensmittelgeschäft und sehr gute Verbindungen durch den öffentlichen Nahverkehr und eine eigene Bahnhaltestation

Kindergarten neu gebaut

Nach 30 Jahren politischer Verantwortung für seine Heimatgemeinde Burglauer, davon 18 Jahre als 1. Bürgermeister und sechs Jahre als 2. Bürgermeister sowie zwölf Jahren als Gemeinderat verabschiedet sich Bürgermeister Kurt Back in seinen politischen Ruhestand.

Doch neben der Politik war er nicht nur in den örtlichen Vereinen, sondern auch überörtlich ehrenamtlich aktiv. Nach Verletzungen im Fußballsport hängte er seine Schuhe mit 27 Jahren an den sprichwörtlichen "Nagel" und fand im Sportschießen seine sportliche Erfüllung. Als Sportleiter, Jugendleiter und 1. Schützenmeister beim Schützenverein "Lauertal" Burglauer war er maßgeblich am erfolgreichen Weg bis in die zweithöchste deutsche Schützenklasse beteiligt. Deutsche und bayerische Meistertitel im Einzel, aber auch erfolgreiche Mannschaften im Rundenbetrieb machen die "Lauertal" Schützen nicht nur in Bayern bekannt. Im Schützengau "Rhön Saale" fungierte er als Gaujugendleiter und Gausportleiter. Seit 17 Jahren ist er Vorsitzender des Feuerwehrvereins, Mitglied in etlichen Vereinen wie der Kreisverkehrswacht und dem Hospizverein.

1990 wurde Kurt Back in den Gemeinderat gewählt, 2002 wurde er im Alter von 47 Jahren Bürgermeister. Die Gemeinde prägende Punkte seiner Arbeit waren sicher der Neubau des Kindergartens, eine sanierte Wasserversorgung, eine Eisenbahnüberführung mit dem Bau eines Fahrradwegs und der Einbau von Grabkammern auf dem Friedhof sowie die Schaffung attraktiver Neubaugebiete und Industrieflächen.

Ein Meilenstein seiner Arbeit war auch der zuvor kritisierte Bau eines Regenrückhaltebeckens, mit dem die Bürger nun vor den regelmäßigen Überschwemmungen geschützt sind. Mittlerweile hat sich das Becken harmonisch in das Gelände eingefügt.

Sanierung des Reichenbachs

Angelaufen sind auch weitere Projekte, die die Infrastruktur weiter verbessern sollen. Hier ist an erster Stelle die Sanierung des Reichenbaches mit begleitenden Maßnahmen wie der Verlegung des Bauhofs mit Obstpresse und der Räumen für die Feuerwehr sowie die beginnenden Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule zu nennen. Auch die Sanierung des Kirchturms und die Weiterführung der Innenentwicklung durch die Umsetzung der "Integrierten städtebauliche Entwicklungskonzepte" (ISEK) sind weit fortgeschritten. Als "politischer Rentner" kann er sich auf die Projekte freuen, die er auf den Weg gebracht hat und die von seinem Nachfolger Marco Heinickel fortgeführt und abgeschlossen werden.

Investitionen mit Maß

Auch eine geordnete Finanzsituation übergibt Back an seinen Nachfolger. "Besonders wichtig war mir das intakte Vereinsleben in der Gemeinde, dass den Bürgern zahlreiche Freizeitmöglichkeiten bietet. Hier konnte ich mich all die Jahre auf die Vereine mit ihrer Führung wirklich verlassen" blickt Back zurück.

Treu blieb er auch stets seiner politischen Maxime, nicht auf jeden angebotenen Förderzug aufzuspringen, sondern auf eine stabile Finanzierung zu setzen. Als Leitlinie seiner politischen Arbeit nennt er "nötige Maßnahmen möglichst unmittelbar in Angriff zu nehmen, aber auch die Finanzierbarkeit zu gewährleisten". In seiner Amtszeit wurden in die Infrastruktur 45 Millionen Euro investiert.

Nicht nur politisch, sondern auch als versierter Handwerker stellte er sich seiner Gemeinde zur Verfügung. Als gelernter Elektriker übernahm er Reparaturarbeiten in der Rudi-Erhard-Halle und der Grundschule sowie in den gemeindlichen Anlagen.

Hobby: Die Obstpresse

Sein besonderes Hobby war aber ohne Zweifel die gemeindeeigene Obstpresse. In den Erntemonaten war er von früh bis in die späten Abendstunden dort zu finden.

Seine freie Zeit will er künftig für seine Familien und ausgedehnte gemeinsame Fahrradtouren nutzen und mit seinen Enkeln Antonia und Fabian zu bayerischen und deutschen Meisterschaften auf die Olympia-Schießanlage nach München - Hochbrück fahren.