Der verstorbene Kreisheimatpfleger, Josef Wabra, hatte Bühringer mit der archäologischen Sammelleidenschaft angesteckt und ihm das erste fachliche Wissen mit auf den Weg gegeben. Über die Jahre hat Bühringer, zusammen mit seiner Frau, eine beachtliche Sammlung von etwa 10 000 vorgeschichtlichen Artefakten zusammen "gelesen". Erstrecken sich die begangenen Siedlungsplätze größtenteils über den fränkischen Raum, so streiften sie auch während des Urlaubs in Südbayern erfolgreich über die Felder. Alle gemachten Funde wurden von ihnen akribisch mit zeitlicher Einordnung und dem Fundort markiert.
Die große Palette der Fundgegenstände aus allen vorgeschichtlichen Zeitepochen beginnt mit den ältesten Steinwerkzeugen der Altsteinzeit vor über 20 000 Jahren, den Werkzeugen der Mittelsteinzeit bis zu den fundreichen Spuren der Jungsteinzeit. In der Sammlung sind die Werkzeuge und die Keramik der Urnen- und Bronzezeit vor 3000 Jahren, die der darauf folgende Hallstatt- und Latenezeit, die Zeit der Kelten, ebenso zu finden wie Funde aus der Zeit der Zeitenwende, die der Römer und Germanen. Neuzeitliche Funde aus dem frühen Mittelalter runden die Sammlung ab.
Die nun der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Sammlung, in zwölf Vitrinen, lässt im Heimatmuseum in Poppenlauer die Entwicklungsgeschichte der Menschheit "begreiflich" werden. Die vorhandene vorgeschichtliche Sammlung, "Steinzeit zum Anfassen" aus dem heimatlichen Raum, erfährt so eine starke Bereicherung.
Zu besichtigen ist das Heimatmuseum am Sonntag, 8. Juni (jeden 2. Sonntag im Monat), von 14 bis 18 Uhr. Sonderöffnungen für Schulen oder Privatgruppen unter Tel. 09735/ 1269.