"Faschingszeit in Saus und Braus, im Wermerichshäuser Schützenhaus". Unter diesem Motto bekamen die Besucher in der sehr gut besetzten Narhalla ein tolles, närrisches Programm vom Schützenverein Wermerichshausen geboten.

Zu Beginn hatte der Hausmusiker "Pätschermichel" schon tüchtig eingeheizt, ehe die beiden Moderatoren und Sitzungspräsidenten Alexander Krug und Jan Röder das Zepter in die Hand nahmen. Gleich zu Beginn der Faschingssitzung stand die Ordensverleihung an die Dorfpersönlichkeiten, wie Ortssprecherin Ulla Müller, die Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Monika Weigand, an Vertretern der Feuerwehr, der Schützengesellschaft und die Mitarbeiter in der Kirche. Auch die beiden ältesten im Saal, Elisabeth Lenhart und Arnold Ziegler wurden mit dem diesjährigen Orden dekoriert.

Das bunte Showprogramm wurde von der Purzelgarde und dem Tanz Mini-Drill-Instructors eröffnet. Einstudiert von Trainerin Simone Müller-Götz brachten die Jüngsten eine gekonnte Darbietung aufs Parkett , was die Besucher mit großem Beifall honorierten. Getanzt haben: Fernanda, Henriette, Johanna, Leo, Lina, Harjriye, Emma und Luisa.

Mit dem Auftritt als Selbstverpfleger, folgte der erste Höhepunkt in der Bütt. Alexander Saal zeigte sich erfreut, dass seiner Ehefrau alleine verreist ist, hatte aber andererseits große Probleme sich selbst zu verköstigen. Ob den Salat mit Shampoo waschen, oder dass der Pfannkuchen an der Decke haften bleibt, jeden Tag hatte er die gleichen Sorgen und fragte sich, "was kochste denn morgen".

Ein ganz große Nummer waren die beiden Jäger Max Kirchschlager und Sohn Stefan. Witzig und humorvoll war ihr Jägerlatein. Beispielsweise gingen ihrer Meinungen um die Güte ihrer Ferngläser auseinander. Der ältere Jäger sah ein knutschendes Liebespaar, der Jüngere entdeckte aber die Ehefrau seines Waidgenossen. Am Schluss nach erfolgter Enten- und Hasenjagd und dem Abschuss eines kapitalen Hirsches auf sechs Kilometer Entfernung, kam das Halali, ohne sichtbaren Erfolg.

Beim folgenden Sketch kam es zu Verwechslungen mit Wahl der Notrufnummer zwischen der Polizei (Armin Rumpel) und der verletzten Person (Vera Hahn). Es drehte sich um die Frage: "Wann und wo war das Gewitter?"

Der absolute Höhepunkt war der Auftritt von der Bundeskanzlerin Angela Merkel (Erich Pretscher). Auf dem Flug nach Frankreich unterwegs, hatte sich ihr Pilot geirrt und so musste Merkel mit dem Fallschirm abspringen und landete mitten in Wermerichshausen auf der neugestalteten Dorfstraße, auf der man nur noch barfuß Schuhe gehen darf. Merkel kam gerade richtig und erlebte so allerhand Dorfgeschehnisse vor Ort. So hat sie festgestellt, das der Christbaum immer kleiner wird und einem Bonsai Bäumchen gleicht.

Aber was die Kanzlerin auch ansprach, immer kam aus dem Publikum "Wir schaffen das!" Den Stadträten von Mürscht empfahl sie, das Rathaus und das Schwimmbad abzureißen.

Es folgte wieder ein Augenschmaus bei der Youtuber Show mit Ramona Weigand, Johanna Rasch, Eliah Karch, Benjamin Kehl, Jakob Morber, Ferdinand Götz und Moritz Kehl. Einstudiert wurde der Beitrag von Alexandra Kehl. Der Sketch über eine Schreibmaschinen-Reparatur strapazierte die Lachmuskeln erneut. Zwischen dem Kunden (Rudolf Karch) und der Reparaturfirma (Alexander Krug) kam es zu allerlei Verwechslungen, weil der eine von einer Schreibmaschine und der andere von einem Computer sprach.

Ganz große Klasse war der Auftritt der Werkzeugmusiker, mit denen sie den Hit "Wenn der Maibaum wieder auf dem Dorfplatz steht" und einer Zugabe vollauf begeisterten. Mitwirkende waren: Jan und Tim Röder, Marcel und Christoph Kleinhenz, Dominik und Julian Saal.

Die 40. Faschingsveranstaltung war auch die 40. Teilnahme vom Chef-Organisator Erich Pretscher. Aus diesem Grund widmete ihm Armin Rumpel eine auf ihn getextete Litanei, mit den Antworten "Wir grüßen Dich", "Das bist Du", Das ist ein Grund zu feiern", "Soll man Dich bewahren", "Das wünschen wir".

Vor dem großen Finale und Sierra Matre tanzte zum Abschluss noch das Männerballett als Panzerknacker (Mathias und Thomas Weigand, Oskar Denner, Jürgen und Martin Lenhart und Marco Kehl). Das Fazit von Erich Pretscher: "Wir sind stolz darauf, dass es ausschließlich heimische Akteure in Wermerichshausen sind".