Wenn die Highlandgames stattfinden, dann ist jede Menge Gaudi zu erwarten. Doch bei allem Spaß und all den verrückten Ideen, wurde um die Platzierungen auch ernsthaft gekämpft. Allerdings waren die Titelverteidiger, die "LA Firefighters" alles andere als zuversichtlich. "Schaffen wir heuer nicht", war sich Steffen Hildmann sicher. Doch es kam anders, die Feuerwehrler konnten sich erneut durchsetzen und siegten mit 39 Punkten vor der Reservisten Kameradschaft Wildflecken, die nur einen Punkt Rückstand hatten. "Die Kraniche" kamen mit 37 Punkten auf Platz drei und die "Weinweiber" auf Platz vier.

Jede Mannschaft bestand aus drei Teilnehmern, vier Mädels waren heuer dabei und sie boten den männlichen Kollegen ganz schön Paroli. So ließen sich die Weinmädels nicht so leicht von der Stange werfen. Die neue Disziplin "Hit the Hay-Hack" haben sie eindeutig beherrscht. Es ging darum auf einem Balken beziehungsweise einer Stange sitzend, ohne Abstützen der Füße, mit zwei Heusäcken solange auf den Gegner einzuschlagen, bis dieser vom Balken in die Matten fällt. Für manch einen bedurfte es schon etwas Geschick, um sich auf der Stange überhaupt erst einmal in die passende Position zu bringen. Das alleine sorgte schon für viel Heiterkeit. Die Heusäcke waren nicht schwer aber da der Gegner auch zwei hatte, war manche "Schlocht" recht schnell entschieden. Weich sind sie aber alle gelandet.

Und noch eine neue Disziplin gab es in diesem Jahr: Bierkastenstapeln. Aber nicht in die Höhe, sondern in die Länge. Ein Highlander bildete die Stütze, der zweite die Gegenstütze und der dritte sorgte für Nachschub. Um die Kisten zu stapeln, musste der zweite Highlander die Bierkisten mit den Armen halten. Ein schwieriges Unterfangen, die vorhandenen 40 leeren Bierkästen schaffte keine Mannschaft.  Doch der Spaß war groß und die Diskussionen um die beste Technik wurden lautstark geführt.

Einen neuen Rekord gab es in diesem Jahr auch. Die Bierkönige haben den bisherigen Rekord von 20,80 Metern beim Eierweitwerfen übertreffen können. Sie warfen das Ei 21,30 Meter weit. In diesem Jahr wurden die Highlandgames zum zehnten Mal ausgetragen oder wie es in der Langenleitner Mundart heißt: "Die zante Schlocht".

Veranstalter waren Jens Holzheimer und Sabrina Fritsch, die Freiwillige Feuerwehr Langenleiten mit Kommandant Steffen Hildmann und die SV DJK Langenleiten mit Vorstand Raphael Hartmann. 

Acht Disziplinen

In acht Disziplinen haben die Rhöner Highlander ihre Kräfte gemessen. Mit sieben Mannschaften war dieses außergewöhnliche Spektakel genauso stark besetzt wie im Vorjahr, die Mannschaften kamen hauptsächlich aus Langenleiten, es konnten aber auch Gäste aus Wildflecken sowie Waldberg und Premich begrüßt werden. Natürlich ließen es sich die eingefleischten Highlander nicht nehmen stilecht im Kilt anzutreten. Neben den bereits erwähnten drei Disziplinen gab es auch noch das beliebte Bier-Wetttrinken "Down a Pint", das Gummistiefel Weitwerfen "Flobb the Wellie" und das Seilziehen "Tug o War". Nass und glitschig wurde es bei "Catch the Nessi". Jeder Teilnehmer wurde über den "See" Loch Ness, einer mit Schmierseife versehenen Plane geschickt, und sollte am Ende das Monster "Nessi" einfangen. Um mögliche Überreste vom Eierweitwurf und die Schmierseife von der Nessi-Jagd wieder los zu werden, gab es zum Abschluss das "Maitsch-Schöpfe", bei dem Wasser über eine mannshoch Bretterwand zu befördern war. Weitere  Infos: https://highland-games-la.jimdo.com. bem