Bad Kissingen — Mindestens 30 000 Euro hätte die DLRG, (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) das neue Einsatzleitfahrzeug gekostet, wenn sie auf Eigenleistung, Spender und Sponsoren verzichtet hätte. So hat nun der Bad Kissinger Kreisverband für gut 17 000 Euro einen nagelneuen Ford Focus Combi bekommen.

Sponsoren halfen

Den größten Sponsorenanteil trägt dabei die Herstellerfirma
Ford, die BOS-Fahrzeugen, also Fahrzeugen, die mit Sondersignalen wie Blaulicht und Martinshorn ausgestattet sind, einen erheblichen Preisnachlass gewährt. Weitere Sponsoren waren die Firmen Bruxsafol (Hammelburg), die dem schneeweiß gelieferten Fahrzeug nicht nur Lichtschutzfolien anpasste, sondern auch den "DLRG-Look", sowie Reifen-Chwolka Bad Kissingen, die dem Einsatzfahrzeug gleich noch einen Satz Winterreifen spendierte.
Diverse Funk- und Ladegeräte, sowie Halterungen für die Ausrüstung von Erstrettern bauten die Aktiven unter Leitung von Marcus Brandl selbst ein und senkten so nicht nur den Anschaffungspreis, sondern hielten sich auch an den selbstgesteckten Zeitplan.
Dass das Fahrzeug von der Bad Kissinger Ortsgruppe mit 17 000 Euro Eigenmitteln selbst finanziert wurde, hat laut Vereinsvorsitzendem Marcus Brandl einen entscheidenden Vorteil: Besuchen nun DLRG-Mitglieder auswärtige Veranstaltungen wie Fortbildung oder Schulung, brauchen sie für diesen Zeitraum das Fahrzeug bei der Integrierten Rettungsleitstelle nur abmelden und können es dann für diesen Zweck dienstlich nutzen.
Jürgen Gaul, Mitinhaber der Kissinger Ford-Vertretung betonte bei der Schlüsselübergabe, dass Ford als Hersteller für "Blaulichtfahrzeuge" besondere Konditionen einräume. So auch für dieses Fahrzeug, das erst seit Dezember offiziell auf dem Markt ist. Bis zum Jahresende wird das Fahrzeug daher auch noch beim Händler, zur Besichtigung für alle, stehen, dann wird es in die Unterkunft in die Hemmerichstraße zu den anderen Fahrzeugen der DLRG überführt.
"Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn Fahrzeuge zum Wohl der Menschen beschafft werden", ließ Thomas Menz, selbst Bereitschaftsleiter beim Roten Kreuz, auch namens des THW, der Wasserwacht und der Feuerwehr verlauten.
Stellvertretender Landrat Emil Müller wünschte der Besatzung von DLRG KG 10/1 immer "knitterfreie Fahrt" und hofft auf eine weiterhin funktionierende Hilfeleistungskette auf freiwilliger Basis.