Der bunteste Vogel im Kreis derer, die sich für die Politik engagieren, ist zweifelsohne Sonja Johannes. Die Münnerstädterin kandidierte bereits ums Amt der Bürgermeisterin, jetzt wollte sie für die Partei Die Partei "Bundeskaiserin" werden. "Daraus wird leider nichts", kommentiert sie das Ergebnis, das ihre Partei unter "Sonstige" erscheinen lässt. "Ich muss also weiter meinen systemrelevanten Job als Ergo-Therapeutin machen -unterbezahlt und überarbeitet." Was sie freut: "Wir haben immerhin ein paar intelligente Protestwähler von anderen Parteien abziehen können. Ich danke in diesem Zusammenhang herzlich meinen unterbezahlten und überarbeiteten Kolleginnen aus den systemrelevanten Jobs - die haben mir ihre Stimmen gegeben."

Parteiloser Michael Kaiser äußert Kritik am Systen

Zu den besonderen Persönlichkeiten unter den Kandidaten gehört der 32-jährige Michael Kaiser, parteilos angetreten und als "Einzelkämpfer" aus Koppenw8ind denn auch ganz unten auf dem Wahlzettel zu finden: Und genau das sieht der Koppenwinder als Problem. Sein Bemühen richtet sich gegen die Bevorzugung der Parteien. So ändert sich "für mich gar nichts" mit dieser Bundestagswahl, überhaupt, wo die Stimmen für CDU/CSU und SPD zu Lasten der Linken und der Grünen gehen. "Ich hoffe, dass wenigstens der Mindestlohn mit 12,50 Euroeingeführt wird. Es heißt immer, der Markt regelt das, aber es gibt eben Menschen, die wissen sich nicht zu wehren, zum Beispiel Alleinerziehende. Und die arbeiten ja gerne."

ÖDP: Wähler hat historische Chance vergeben

Michaela Reinhard (ödp) aus Bad Kissingen findet es "sehr sehr bedauerlich, dass die Menschen kein deutliches Signal zur Klimawende gesetzt haben." Positiv sei die hohe Wahlbeteiligung, gleichwohl habe "der Wähler die historische Chance vergeben, die Weichen auf Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu stellen". Die Bemühungen der Grünen "sind mir einfach zu wenig".

Die Basis: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Maraco Garnache, Die Basis: Er ist um 19.48 Uhr noch sehr entspannt, obwohl die neue Partei noch unter "Sonstige" läuft. "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Möglichkeit besteht rein rechnerisch noch. Wir sind eine neue Partei, auf uns liegt nicht der Fokus."