Unaufhaltsam rückt das Heimatfest vom 7. bis 10. Juni näher. 50 Sitzungen haben Verantwortliche und Helfer um Robert Erhard, dem Vorsitzenden des Festausschusses bereits hinter sich, um die Großveranstaltung vorzubereiten. "In der Endphase warten noch die vielen, vielen Kleinigkeiten, um einen optimalen Ablauf sicher zu stellen", betont Erhard. Aber er ist zuversichtlich, dass auch das fünfte Heimatfest von möglichst allen Bewohnern mitgetragen wird.

"Die wesentlichen Punkte wie Verpflichtung von Kapellen, Bands und Musikgruppen, Ausleihe der Zelte mit Equipment, Lieferung von Speisen und Getränken, Stationen im Dorf einschließlich der Höfe für Ausstellungen und Vorführungen, Programmablauf, Besetzung der Verantwortlichen für einzelne Bereiche, Sicherheit, Verkehrsregelung einschließlich Parkmöglichkeiten sowie Werbemaßnahmen sind erledigt", fasst Erhard die vielen Vorbereitungen zusammen und geht auf die nächsten Tage ein: "Jetzt wartet das Feintuning mit Blick auf Kühlschränke, Geschirrmobile, Pavillons, Toilettenwagen, Verkehrsschilder usw."

Es geht auch um die Fragen: Wer holt wann was und bringt es wieder zurück? Wo kann es sicher gelagert werden? Wo sind noch Lücken in den Helferlisten? Wer verstärkt die Nachtwache im Zelt bzw. Dorf? Erhard: "Diese und noch mehr Fragen behandeln wir in unserer Festausschusssitzung heute abend um 19.30 Uhr im Rathaus". Die Herkulesaufgabe belegt Erhard mit Zahlen: "700 Helfereinsätze mit 6000 Helferstunden kommen auf uns zu. Das erfordert viel Schweiß und Nerven. Aber bange ist uns nicht; denn wir setzen auf unsere Bewohner, die zu uns stehen, die wie in der Vergangenheit anpacken und ihre Zeit und Kraft einbringen." Das Großprojekt habe im Festausschuss Jung und Alt zusammengeschweißt sowie aus den unterschiedlichen Stärken eine schlagkräftige Truppe für die gemeinsame Sache geformt.

Die Jugend ist ein starker Partner

Viel Lob hat Robert Erhard für die Jugend: "Christian Stahl und sein Team von Jugendheim und FC übernehmen ganz den Abend mit den Dorfrockern und wie schon in den letzten Jahren die Lutzi, die von Jahr zu Jahr mehr Besucher anlockte und das Highlight des Heimatfestes werden wird. Ihrem Beispiel möge das "Mittelalter" folgen. Auf die ältere Generation können wir uns sowieso verlassen."

Eine starke Stütze hat Erhard in seinem Stellvertreter Dieter Werner, der sich mit seiner ganzen Familie einbringt. "Seit Monaten dreht sich bei uns alles um das Heimatfest. In den letzten Wochen bearbeiteten wir 85 Baumscheiben, die die Gemeinde zur Verfügung stellte. Die Dorf- bzw. Familiennamen sowie einen Spirken als Symbolzeichen hat Tino Suckfüll eingefräst: "Wir kratzten das Sägemehl aus der frischen Buche und schwärzen Schriftzüge und Spatz mit einem Bunsenbrenner. Parallel dazu sind wir dabei, einen Pavillon zu bauen und Schmuck für Festzelt und Dorfstationen vorzubereiten", erklärt er, der die Festschrift einschließlich Werbung und Chronik der Heimatfeste erstellte.

Das Fest selbst beschäftigt die beiden Vorsitzenden inzwischen rund um die Uhr. Der Kopf werde nicht mehr frei, für Schlaf bleiben vielleicht vier Stunden: "Es sind die Kleinigkeiten, die weit über die Themen der Sitzungen hinausgehen. Vieles ist zwar Routine, aber Neues wie aktuelle Auflagen zu Gema, Sperrzeiten und Umgang mit Lebensmitteln ist zu beachten. In diesen Vorgaben gibt es keine Kompromisse. Viele Mitstreiter tun uns gut, um ja nichts zu übersehen", bekennen die beiden. Sie werden beide je eine Woche vor und nach dem Fest Urlaub nehmen.

Die Familie muss dahinter stehen

"In den letzten Monaten haben wir uns laufend ausgetauscht, um ja nichts zu übersehen", ergänzt Dieter Werner, der sich sowieso dem Gemeinwohl ohne Wenn und Aber als Gemeinderat, Ortsreferent, Vorsitzender der Feuerwehr und Ansprechpartner für jedermann verschrieben hat. "Ich kann das aber nur, weil meine Familie hinter mir steht", konstatiert er, "und es ist wichtig, dass wir immer Ruhe bewahren. Deshalb nehme ich mir Urlaub."
Die vielen Protokolle zu den Sitzungen verraten die ganze Bandbreite des Festes. Themen waren zuletzt Abholung und Bedienung der Münzpräge, Sanitärbedarf, Beschaffung von Servietten, Absprache der Essensmengen sowie Speisen- und Getränkepreise, Behindertenparkplätze, Müllentsorgung, Straßensperrungen, Zeltaufbau, Plakatierungen, Wimpelketten, Zufahrten für die Bulldogfreunde, Sanitätsdienst, Zug- und Bussonderfahrten und Helferlisten. Darunter fielen Entscheidungen wie: Wie viele Kesselfleischportionen bestellen wir? Wie teuer setzen wir Fischspezialitäten an? Wie hoch sind Glas- und Besteckpfand? Fragen nahezu ohne Ende, die aber einvernehmlich im Ausschuss zu klären waren und sind. So wundert es nicht, dass eine Besprechung vier oder fünf Stunden braucht.

Enorme finanzielle Vorleistungen

Die vielen Vorkehrungen sind mit enormen Vorleistungen verbunden. "Ohne eine exakte Zahl zu nennen: Es sind zig-tausend wie für Kapellen, Zelte, Ausleihe von Geräten, Versicherungen, Gebühren, etc.", erklärt Robert Erhard, "diese Aufwendungen müssen wir erst wieder abdecken. Wenn Petrus mitspielt, wird es gelingen."
Auf die Frage, für wen schließlich das Heimatfest laufe, verdeutlichen die beiden Hauptverantwortlichen: "Wir machen das für unser Dorf, für Rottershausen. Wir erleben, wie inzwischen Zusammenhalt und Wir-Gefühl wachsen als Basis für die Zukunft unseres schönen Heimatortes, wie es auch das Motto verdeutlicht: Heimat erleben. Jetzt setzen wir auf die Euphorie, die alle zum Mithelfen und -feiern ergreifen möge."