Für Klaus Keller war es eine Premiere. Mit Fahrrad und dem sehr seltenen Ritzelfuchs, trat er in die Bütt im Sulzthaler Fasching. Sein närrisches Talent war auf einer privaten Geburtstagsfeier entdeckt worden, und nachdem er gerne andere zum Lachen bringt, war für ihn klar: "Das mit der Bütt, das mach ich!"
Und so wusste er zu berichten von sportlichen Touren der Radsportgruppe Ritzelfuchser rund um Sulzthal bis hin zu einer ambitionierten Tour über die Alpen zum Gardasee. Die erlebten Missgeschicke hat er in seinem Büttvortrag nicht vergessen. Unverständnis zeigte der schlaue Fuchs über die Baumfällaktion der Sulzthaler Waldarbeiter an den Serpentinen. Ohne Not seien dort einige Leitplanken zu Schaden gekommen. Die Rechnung für die Gemeinde fiel gesalzen aus.
Dass es dem Sulzthaler Bürgermeister nicht wert war, auch nur ein bisschen Grün im gemeindlichen Bauhof pflanzen zu lassen", fand Widerhall in der Bütt.
Der Kappenabend selbst in der bis auf den letzten Platz besetzten Mehrzweckhalle bot unter der Leitung von Sitzungspräsident Stefan Mende die richtige Mischung an Büttenreden, Gardetanz und Unterhaltung anzubieten. Den Auftakt des bunten Abends machte natürlich die Sulzthale Garde,die Six Teens, "auf die wir so richtig stolz sind", freute sich der Sitzungspräsident.
Nicht wegzudenken aus dem Sulzler Fosenocht sind auch die Dorfmusikanten. Ihr Auftritt zählt seit Jahren zu den absoluten Höhepunkten. Kommunalpolitiker müssen sich warm anziehen, wenn die Dorfmusikanten ihren Streifzug halten und von einem zum nächsten lokalen Brennpunkt stürmen.
Die Dorfmusikanten, aus der "Sulzler Fosenocht" nicht wegzudenken, bekamen ihre diesjährigen Textbeiträge mit einem Steilpass zu den derzeitigen Brennpunkten von Sulzthal. Das beginnt mit dem Geschehen zum derzeit entstehenden Dorfplatz, dem neuen Backofen mit einem Kneiptretbad und dem Gemeindebauhof. Auch von den fünf gleichzeitig aufgestellten Baukränen war die Rede.
Mit dem Schlager "das wär Brieez nie passiert" in Anlehnung an den Schlager von Wenke Myhre, das wär John nie passiert, aus den 70 Jahren, haben die drei Halbig Brüder und Jürgen Landsteiner musikalisch sofort den Nerv der Zuschauer getroffen. Der große Lacher war natürlich, dass die besungenen "Bausünden" vom und über den zu hoch gebauten Backofen, der falschen Höhenlinie des gesamten Dorfplatzes und der zu geringen Raumhöhe im neu gebauten Wirtschaftsgebäude, dem Ramstahler Bürgermeister Franz Büttner nicht passiert wären, aber den Sulzthalern schon.
Die Dorfmusikanten wären nicht die Dorfmusikanten, würden sie sich nicht auch selbst auf die Schippe nehmen.