Jahr für Jahr kommen mehr Mannschaften zu den Rhöner Highland-Games der DJK Langenleiten. Mit 26 Teams waren die Veranstalter sehr zufrieden, darunter Einheimische genauso wie Auswärtige.
Die weiteste Anreise hatte eine Mannschaft aus Dreieich bei Frankfurt. "Besonders freute uns, dass in diesem Jahr zahlreiche Teams aus Langenleiten mit dabei waren", sagte Vorsitzender Jens Holzheimer. "Darauf sind wir besonders stolz." Platz eins belegte die Mannschaft "Karausche", ein Mixed-Team mit Teilnehmern aus Hohenroth,Windshausen und Langenleiten. Zweiter wurde die Mannschaft "Die Ouse" aus Stangenroth und Dritter "LA Destroyer", die erste Mannschaft des SV-DJK Langenleiten. Die Sieger erhielten das "Highlander-Schild" aus Holz in den Farben Gold, Silber und Bronze. Jeder Teilnehmer bekam zudem eine Medaille.
Und auch der letzte Platz wurde belohnt. "Die Kraftzwerge" bekamen den "Loser-Pokal" - Ansporn für das nächste Jahr wieder mit dabei zu sein. Der beste Fanclub war - gemessen am Lautstärkepegel - das Team "Der Riese mit den kleinen Zwergen". Zu den Rhöner Highland-Games gehörten Disziplinen wie "Tossing the Caber" (Baumstamm-Weitwurf), "Tossing the Wellie" (Gummistiefel-Weitwurf), "Stone Throw" (Stein-Weitwurf), "Down a Pint" (Getränke austrinken auf Zeit), "Catch or Loose" (Eier-Weitwurf) und "Tug-O-War" (Seilziehen).
Für Begeisterung sorgte wieder die Rutschpartie auf Schmierseife um "Catch the Nessi". Dabei wird eine zirka acht Meter lange Bahn mit Folie ausgelegt und mit Schmierseife eingesprüht. Der barfüßige Highlander war an einem Gummiband festgebunden und musste drei Nessis vom Bahnende holen und in einen Behälter am Startbereich ablegen. Gewertet wurde die benötigte Zeit.
Dass die Wiesen vom Dauerregen der vorherigen Tage völlig aufgeweicht waren, tat dem Vergnügen keinen Abbruch. Der Blickfang waren die Männermannschaften im traditionellen Kilt. Wobei sich so mancher Kilt bei näherer Betrachtung als der Sommerrock der Freundin oder gar als gewickelte Wolldecke erwies. Drei reine Frauenteams waren in diesem Jahr bei den Highland-Games. "Wir sind aus Spaß am Spiel mit dabei", erzählte Sandy Fuchs aus Unterwaldbehrungen. Mit ihren Freundinnen Heike Kümmert, Martina Ertl (Langenleiten) und Petra Kümmert (Wertheim) stellte sie sich den Wettbewerben. "Es geht uns nicht wirklich um den Titel, sondern nur um die Gaudi." Vorbereitet, wie so manche Männermannschaft, haben sich die Damen nicht. "Es war eine Kurzschlussaktion."
Vorbereitet hatten sich die "Öwerböcher Killts" mit Mirko Hüther, Andre Rüttiger und Patrick Müller. Immerhin hatten sie den Titel zu verteidigen. Das es in diesem Jahr nicht so klappte, nahmen die drei nicht krumm. "Im nächsten Jahr greifen wir wieder an."
Auch in diesem Jahr kursierte immer wieder die Frage, was ein echter Rhöner Highlander unter dem Kilt trägt. Das Geheimnis wurde spätestens beim Wheelbarrow Race (ein Schubkarrenrennen) gelüftet. Es war meist eine kurze Hose. Andere Teilnehmer waren da etwas verschwiegener. "Die Disziplin Highlander-Ritt war ein voller Erfolg, da wir die Teams gegeneinander nach allen Disziplinen antraten ließen", zog Jens Holzheimer ein positives Fazit. "Auch die Überraschungsdisziplin ,Maitsch Schöpfe' sorgte für Abkühlungen von oben. Diese Disziplin kam sehr gut bei allen Teams an."