Kardinal Julius Matthias Döpfner, 1913 in Hausen geboren, war einer von vier Moderatoren des Zweiten Vatikanischen Konzils, das von 1962 bis 1965 in Rom stattfand. Döpfner war somit nicht nur maßgeblich an den Beschlüssen des Konzils beteiligt, sondern stellt auch die "persönliche Beziehung", wie Kaplan Paul Reder es nennt, der Stadt Bad Kissingen zu eben diesem Kirchenereignis dar.

Unter dem Titel "50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil - Hoffnung für Kirche und Welt heute" widmet sich diesem Thema eine Wanderausstellung, die noch bis zum 15. November in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen sein wird.

Für die katholische Kirche, sagt der Bad Kissinger Kaplan Paul Reder, habe das Zweite Vatikanische Konzil eine kaum zu überschätzende Bedeutung. Die Neuerungen, die damals beschlossen wurden, beispielsweise die dem Volk zugewandte Messfeier in der jeweiligen Amtssprache und nicht mehr in Latein, besitzen noch heute Gültigkeit. Konzipiert wurde die Ausstellung von der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg, der KLJB Bayern und dem Diözesanrat München und Freising.

Es ist eine Ausstellung, sagt Kaplan Reder, um sich einen Überblick zu verschaffen. Darüber, was ein Konzil überhaupt ausmacht und warum dieses so bedeutend war und ist. Das Besondere an der Ausstellung ist, sagt er, dass sie nicht nur einen historischen Überblick bietet, sondern auch zeigt, "wie sich jeder Katholik vor Ort einbringen kann."


Die Wanderausstellung

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 17.30 Uhr und sonntags von 11.30 bis 16.30 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Am Samstag, 7. November, um 19.30 Uhr, hält zudem Bischof em. Paul-Werner Scheele im Katholischen Gemeindezentrum einen Vortag zum Thema "Erneuerung und Aufbruch - Herausforderungen und Ergebnisse des II. Vatikanischen Konzils".