"Wir können mit Recht auf unsere Feuerwehr stolz sein und ihr 135-jähriges Bestehen gebührend feiern", lobte Vorsitzender Dieter Werner alle Mitglieder, die in Vergangenheit und Gegenwart dem Allgemeinwohl dienten und in Notfällen zur Seite standen. Die Bewohner würdigten dieses Engagement mit dem zahlreichen Besuch des zweitägigen Jubiläumsfestes.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten standen Ehrungen für Mitgliedschaft von 25, 40, 50, 60 und 70 Jahren. In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Franz Kuhn die "Floriansjünger", die rund um die Uhr zur Hilfe bereit stehen. Die Leistungsstärke komme nicht von ungefähr: "Regelmäßige Übungen und überörtliche Fortbildungen sind Basis, im Ernstfall sachgerecht und zuverlässig zur Seite zu stehen. Kommandanten und Gruppenführer motivieren euch, Jugendleiter kümmern sich um Nachwuchs. Da ist es selbstverständlich, dass sich die Gemeinde um Geräte und Ausrüstung kümmert." Heute sei das Einsatzspektrum vielseitig und werde mit modernster Technik bestritten. Im letzten Jahr habe die Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen erhalten. Dazu komme demnächst ein neues Mittleres Löschfahrzeug. "Ihr seid fest in Ort und Gemeinde verankert. Macht weiter so", sagte Kuhn.
"Wie wäre es ohne Feuerwehren?" Diese Frage warf Kreisbrandrat Benno Metz auf und verdeutlichte, dass ihre Notwendigkeit unverzichtbarer denn je sei. Dabei gehe es nicht um Eigeninteresse, sondern um selbstlose Dienste gemäß dem Leitspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".
1. Kommandant Alexander Herrlein gab Einblicke in die Chronik der Feuerwehr. "Von der Gründungsversammlung am 14. April 1879 gibt es kein Protokoll. Erst 1904 trug Michael Herbst als neu gewählter Schriftführer aus mündlichen Recherchen das Geschehen nach." Bis heute habe die Wehr Höhen und Tiefen durchschritten. Vor allem die beiden Weltkriege brachten mit zahlreichen Gefallenen und Mangel an Kräften in der Heimat Härten. Der Wehr anzugehören, sei im Dorf fast selbstverständlich gewesen. Diese Tradition möge auch künftig blühen und die Jugendlichen bewegen, der Allgemeinheit zu dienen und in der Wehr die Geselligkeit zu genießen.
Trotz Fußball-WM genossen viele Gäste den Auftaktabend, den die Band "Handmade" gestaltete. Den Sonntag leiteten Kirchenparade mit Musikkapelle, Ehrengästen, Fahnenabordnungen und Gastvereinen - darunter Patenwehr Nüdlingen - und Festzug ein. Den Gottesdienst zelebrierte Pater Raja (Bad Kissingen). Im Anschluss gedachte man am Ehrenmal vor der Kirche aller verstorbenen Vereinsmitglieder. Zusammen mit Bürgermeister Kuhn und Kreisbrandrat Metz zeichneten Vorsitzender Dieter Werner und Kommandant Alexander Herrlein langjährige Mitglieder aus: "Ihr gehört nicht zum alten Eisen. Eure Erfahrung, eure Routine, euer Know How ist enorm wertvoll. Bleibt uns weiter verbunden!", appellierten sie.

Ehrungen:
70 Jahre
Fridolin Blum, Leo Seufert, Oswald Seufert, Felix Wetterich und Willi Werner

60 Jahre
Josef Brand, Alois Büttner, Eugen Erhard, Reinhard Erhard (Obere Dorfstr.) , Siegfried Reuscher, Eugen Seufert, Willi Seufert, Erich Weber

50 Jahre Reinhard Erhard (Kelchstraße), Willi Schmitt, Hilmar Stahl, Anton Werner, Erwin Werner

40 Jahre Siegfried Brand, Albert Bieber, Ernst Bieber, Hermann Bühner, Gustav Herbst, Reinhard Herbst, Elmar Iff, Günter Illig, Nikolaus Kiesel, Ewald Nöth, Werner Rauh, Erich Renninger, Günther Röder, Bernhard Schmitt, Herbert Schmitt, Armin Seufert, Egon Seufert (Obere Dorfstr.), Egon Seufert (St.-Dionys-Str.), Emil Seufert, Reinhold Seufert, Roman Seufert, Werner Seufert, Erwin Stahl, Gerhard Stapf, Günther Stapf, Herbert Suckfüll, Otto Suckfüll, Ewald Voll, Egon Wetterich, Erwin Wetterich, Harald Wetterich, Werner Wetterich, Winfried Wetterich, Anton Wießner, Konrad Wießner, Erich Werner, Georg Werner, Georg Wilm.

25 Jahre Reiner Erhard, Timo Erhard, Wolfgang Erhard, Martin Greubel, Martin Herbst, Heiko Kanz, Norbert Kanz, Rudi Müller, Steffen Müller, Angelo Parente, Michael Reuß, Marco Seufert, Achim Stahl, Peter Stahl, Volker Stahl, Heiko Suckfüll, Frank Werner, Gerd Werner, Bernd Wetterich, Peter Wetterich.