Vom Krankenhausparkplatz ging es steil bergauf in die Weinberge. Eine erste Verschnaufpause gab es am Europapavillon. Kurz vor der Dunkelheit konnte dort jeder der Sieben- bis Elfjährigen seinen Heimatort aus der Vogelperspektive suchen.
Bei einem Spiel im Wald durften sich die Kinder wie ein Eichhörnchen fühlen, Futter verstecken und es dann wieder finden. Dann ging es zum Lagerfeuer am ADAC-Platz. Dort gab es zum Aufwärmen Kinderpunsch, Stockbrot, Bratapfel und Würstchen am Feuer. Familie Mies-Bahr hatte die Örtlichkeit vor ihrem Nedershäuschen zur Verfügung gestellt. Das war bei den eisigen Temperaturen auch nötig. "Unser Sohn Raphael besucht begeistert die Kurse von Kapriolen. Da wollten wir uns auch mal beteiligen," erläuterte Conny Mies.
Als Überraschung kamen drei Feuerjongleure von "Funkensprung" und zeigten ihre Show. Die Gruppe gibt es seit 2007.
Normalerweise tritt sie bei Hochzeiten, Geburtstagen und Firmenfeiern auf. Der Auftritt bei Minustemperaturen und Wind stellte eine echte Herausforderung dar.
Mit brennenden Keulen, Seilen und Fackeln verzauberten die Akrobaten ihr Publikum. Gleich die erste Nummer vor der Schneekulisse nahm die Zuschauer in ihren Bann. Ganz in Schwarz gekleidet mit einer weiß-schwarzen Gesichtsmaske flößte Stefan Fery den Kindern Respekt ein. Sybille Wagner tanzte Hula-Hup mit einem brennenden Reifen und legte sich beim Schwingen brennender Seile gelenkig auf den Schnee. Vor allem zu dritt erzeugten die Künstler faszinierende Bilder aus Feuerkreisen.
"Das war wirklich eine tolle Idee, die Feuerleute einzuladen", freute sich Finn. Auch die Künstler von Funkensprung waren begeistert von dem Ambiente und der Idee. "Bis auf das Frieren, aber das geht ja wieder vorbei", wie Sybille Wagner meinte. Denn die Feuerjongleure waren mit ihren T-Shirts nur leicht bekleidet. Nach der Vorstellung folgte noch eine Fackelwanderung durch die hellen, schneeweißen Weinberge zurück zu den Eltern.