"Wir wollen nicht nur über die Digitalisierung reden, sondern diese mit unseren Stadtwerken in der Region auch aktiv vorantreiben", so Warmuth bei der Begrüßung der Teilnehmer an der Informationsveranstaltung zu dem geplanten Projekt, die aufgrund der aktuell geltenden Corona-Regeln und fehlender Kapazitäten in Westheim selbst in den Räumlichkeiten der Musikakademie in Hammelburg stattfand. "Schnelles Internet ist für unsere Bürgerinnen und Bürger mittlerweile mindestens genauso wichtig wie Strom, Wasser, Kindergarten oder Schule", so Warmuth. Und da der Bedarf an großen Bandbreiten ständig weiter wachse, haben die Stadtwerke Hammelburg sich zum Ziel gesetzt, auch eigenwirtschaftlich den Glasfaserausbau bis ins Haus weiter voranzutreiben, steht in der Pressemitteilung zu lesen.

"Einzig sichere Zukunftstechnologie"

"Das Glasfaser ist die einzig sichere Zukunftstechnologie für digitale Anwendungen", erläuterte auch die Geschäftsführerin Anja Binder den Grund des Vorhabens. "Das betrifft vor allem die Bereich Homeoffice, Homeschooling sowie die vielfältigen Internetanwendungen wie Streamingdienste, und ist gleichermaßen existenziell wichtig für die Standortsicherung der regionalen Betriebe."

In einer ausführlichen Präsentation wurde das Projekt dargestellt. Der Glasfaserausbau umfasst den kompletten Ort, die Verlegung des Glasfasers in das Haus erfolgt jeweils in Absprache mit den Eigentümerinnen und Eigentümern, entweder herkömmlich mit Graben, oder bei Bedarf auch mittels Spülbohrung, um Oberflächen so wenig wie möglich zu beschädigen. "Wir werden die Arbeiten mit den neuesten Verlegemethoden ausführen, um Straßen und Anlagen minimalinvasiv zu belasten", so der technische Leiter der Stadtwerke Stephan Dausacker.

Komplett kostenfrei

Weiter heißt es in der Pressemitteilung, das Beste an dem geplanten Ausbau sei, dieser solle nach den Plänen der Stadtwerke für die Anwohnerinnen und Anwohner komplett kostenfrei erfolgen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich mindestens 50 Prozent der Haushalte in Westheim an dem Projekt beteiligen. "Nur dann ist auf lange Sicht eine wirtschaftliche Darstellung des Ausbaues möglich und vertretbar", betonte Anja Binder. "Sollte diese Mindestanforderung nicht erfüllt werden, ist ein Ausbau nicht machbar."

Alle Anwesenden waren sich einig, dass diese einmalige Chance für Westheim unbedingt genutzt werden muss. "Wer weiß, ob es noch mal so eine Möglichkeit geben wird. Das bewirkt ja zusätzlich auch einen Mehrwert für jedes Gebäude und somit für den gesamten Ort", so eine Zuhörerin.

Dem konnte die Geschäftsführerin nur beipflichten und beendete den Informationsabend mit der Hoffnung auf ein gutes Gelingen des Vorhabens.