Die Grundschule am Mönchsturm, das Frobenius-Gymnasium und der Obereschenbacher Kindergarten "St. Georg" sind Kooperationspartner des Unesco-Biosphärenreservats Rhön (BRR). Biosphären-Schulen und -Kindergärten sind Prädikate, die vom Verband EuroParc Deutschland für die Vermittlung nachhaltiger Entwicklung und originärer Natur-, Kultur- und Heimaterfahrungen verliehen wird.

Nachfrage ist groß

Als sichtbares Zeichen für die Vereinbarungserfüllung überbrachte BRR-Verwaltungsstellenleiter Michael Geier die Zertifikate, die er den Repräsentanten der genannten Institutionen, Iris Storch für die Grundschule, Kerstin Köhler und Christine Kreß für das Frobenius-Gymnasium sowie Heike Schöne-Krämer von der Kita Obereschenbach aushändigte.

"Wir arbeiten seit 25 Jahren mit Schulen und Kindergärten zusammen und die Nachfrage ist immer noch enorm", unterstrich Geier, der im Beisein von Dr. Joachim Schneider vom Naturerlebniszentrum Rhön und den Mitarbeitern des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat, Alexander Schenk und Claus Fromm, auch den Dank der Regierung von Unterfranken übermittelte.

Für das Angebot Umweltbildung und Nachhaltige Entwicklung seien junge Menschen aus Schulen und Kindergärten ideale Partner. In der Bayerischen Rhön sind bereits 27 Teilnehmer zertifiziert - und es dürfen mehr werden, fügte Geier an. Die Kooperations-Vereinbarungen, die er ebenfalls überreichte, beinhalten die Pflichten der angeschlossenen Schulen und Kindergärten aber auch ihre Wünsche.

Besonderes Engagement erbringt eine Schule, wenn sie mindestens zwei der fünf Bereiche - Gesunde Ernährung, Naturschutz und Ökologie, Energie und bauliche Maßnahmen, Soziales und Kooperation sowie Konsum - als Kriterien einbindet.

Das BRR stellt dafür Texte, Bild- und Lernmaterial sowie Unterrichtsbeispiele im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Verfügung. Zudem führt das BRR eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte durch und bietet regelmäßige Informationsveranstaltung mit Zielgruppen an, beispielsweise Eltern.

Breite Vernetzung

Die Freude der Ausgezeichneten teilte auch Bürgermeister Armin Warmuth. Die Stadt, bei der Etablierung des Erlebniszentrums Rhön berücksichtigt, will "das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit sichtbar machen". Die Vernetzung sorge dafür, dass alle profitieren und die Menschen mitgenommen werden, ist der Rathausobere überzeugt. Mit Dank an die Akteure, das BRR und die Regierung von Unterfranken sah Warmuth die Saalestadt als einen Themen-Stützpunkt für Umweltbildung und nachhaltiges Handeln. Den mit einer Plakette Belohnten überreichte er einen Obolus für weiteres Engagement.