Der Forstwirtschaftsplan ist so gut wie beschlossen, gefehlt hat zu diesem Thema nur noch der traditionelle Waldbegang. Der wurde am Wochenende nachgeholt, besichtigt wurden sowohl Vorzeige- als auch Problemflächen im Sulzthaler Wald. Bürgermeister August Weingart begrüßte neben den Marktgemeinderäten auch den Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Fabian Menzel, Revierleiter Stefan Blumrich, Teile der Jägerschaft und einige Sulzthaler Bürger.

Im Seifenthal, gleichzeitig erster Anlaufpunkt seien im vergangenen Jahr rund 520 Festmeter - davon 150 Festmeter Käferholz - eingeschlagen worden, sagte Revierleiter Blumrich. Altbürgermeister Konrad Weingart trauerte hier den sogenannten Bürgermeister-Tannen nach, die seiner Meinung nach zu retten gewesen wären, wenn man die Käfer-Brutbäume rechtzeitig entnommen hätte. In diesem Bereich begutachtete man auch die teilweise gravierenden Rückeschäden. Solche Schäden müsse man leider hinnehmen, sonst könne man die Waldwirtschaft gleich sein lassen, entgegnete Menzel. Aber natürlich sei das oberste Ziel den Wert des Waldes zu erhalten beziehungsweise zu steigern.

Fokus meist auf Eichenverjüngung

Das Hauptaugenmerk liege jetzt auf der Eichenverjüngung, nachdem 2018 ein Eichel-Mastjahr gewesen sei. Es gelte nun, die jungen Bäumchen mit Licht zu versorgen und vor Verbiss zu schützen. Für dieses kostenlose Angebot an jungen Eichen entnehme man gerne andere Arten, nicht zuletzt die schneller wachsende Buche, meinte Blumrich. Gleichzeitig bedankte er sich für die Gelegenheit zu zeigen, was so im Sulzthaler Wald passiert. So könne man nicht überall Bereiche mit Verjüngung anlegen, denn die anschließende Pflege koste viel Zeit und viel Geld. Der Aufwand betrage etwa 30 Arbeitsstunden pro Hektar bei einem Stundensatz von 20 Euro. Der winterliche Verbiss stelle in der gepflegten Eichenkultur das größte Problem dar.