Den Bebauungsplan "Am Kehrweg II" in Machtilshausen muss die Gemeinde ändern, da das Landratsamt der vom Gemeinderat bewilligten Befreiung über die Wandhöhen nicht zugestimmt hat. Mehrere Bauwerber stellten Antrag auf Änderung des Plans, um erhöhte Wände auf dem abfallenden Gelände errichten zu können. Bewerber der darunter liegenden Straße reichten jedoch einen Antrag auf Beibehaltung der festgesetzten Wandhöhen ein.

Planersteller Michael Öchsner vom Büro Auktor bestätigte, der Rat habe die talseitigen Bewohner berücksichtigt. Je höher ein Gebäude ist umso größer ist die Beschattung talseitiger Häuser, besonders im Winter, fügte er hinzu. Bürgermeister Johannes Krumm (SPD/FWG) will den Bauherrn möglichst viel Spielraum einräumen, "Hochhäuser" sind aber nicht gewollt.

Öchsner schlug vor, die Häuser versetzt zu bauen um den Schatten-Effekt abzumildern. Gemeinderätin Simone Berned (SPD/FWG) empfahl Dächer mit weniger als 20 Grad Neigung oder Pultdächer einzubringen. Auf diese Variante einigte sich der Rat gegen drei Stimmen. Öchsner ändert dahingehend den Plan. Die von Alexander Porkristl (SPD/FWG) angefragten Mehrkosten zur Plan-Änderung in Höhe von 5000 Euro müssen die Bauwerber übernehmen, die außerhalb der Festsetzungen des beschlossenen Bebauungsplans Häuser errichten. Mit den Neuerungen gibt es für die Anlieger der darunter liegenden Straße keine Einschränkungen in Punkto Wandhöhe und Beschattung.

Erholung und Vergnügen in heimischen Gefilden ist augenscheinlich "in". Der Rat musste über einen Antrag von Christian Hurrlein entscheiden, der - wie in Hammelburg, Bad Kissingen und Euerdorf - einen "Saale-Strand" mit Bewirtung und Hintergrundmusik im Bereich des Beach-Volleyballfeldes an ein bis zwei Wochenenden einrichten will. Der Bürgermeister empfahl zunächst eine grundsätzliche Entscheidung, detaillierte Modalitäten wären dann noch festzulegen.

Nach Dafürhalten von Jürgen Englert (SPD/FWG) sind die Musiklautstärke und vor allem das nächtliche, zeitliche Ende festzulegen, um Anlieger "vom Schwedenberg bis zur Domstraße" nicht zu verärgern. Alfred Hausmann (CSU) warf die Frage nach Toiletten und deren Säuberung auf, Vize-Bürgermeisterin Christine Neeb-Wittmann (CSU) kann sich auch das Volleyball-Feld am Sportzentrum als Alternative vorstellen. Das Ratsgremium stimmte im Grundsatz dafür, Details sollen in der nächsten Sitzung verifiziert werden.

Tretbecken in Trimberg

Der Gemeindeteil Trimberg erhält ein Wassertretbecken. Für die Beantragung des Förderantrages hatte der Gemeinderat bereits eine Bausumme von bis zu 25 000 Euro genehmigt. Die wirtschaftlichste Kostenschätzung legte das Büro Dietz jedoch zum Preis von 34 300 Euro vor, Architekten und Ingenieurleistungen inklusive.

Der Bewilligungsbescheid über 18 000 Euro Förderung liegt inzwischen vor. Für die Durchführung der Maßnahme war eine Entscheidung zu treffen, da die Bewilligungsfrist zum 1. November abläuft. Nach Rücksprache mit Trimberger Bürgern sollen die Kosten durch ehrenamtliche Leistungen auf 25 000 Euro reduziert werden. Der Marktgemeinderat votierte daher gegen drei Stimmen für den Bau der Kneipp-Anlage.

Fünf neue Getreidesilos

Die vorliegenden Bauanträge passierten ohne Einwände das Ratsgremium. Es handelt sich um den Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport in der Adalfriedstraße in Elfershausen, den Ausbau eines Dachgeschosses mit Anbau in der Trimberger Quellenstraße und den Teilabbruch eines Wohnhauses mit Nutzungsänderung für ein Carport. Im Gemeindeteil Machtilshausen sind außerdem die Errichtung von fünf Getreidesilos in einer Scheune An der Trie und die Baugenehmigungsverlängerung des Teilabbruchs der Hausmeister-Wohnung am Kindergarten geplant.

Im Rahmen der Grundsteuerreform will der Markt die "Grundsteuer C" einführen. Das bedeutet, unbebaute Grundstücke sind von der Gemeinde zu besteuern. Dies bejahte der Rat geschlossen und sendet es an die zuständigen Abgeordneten.