Der Hammelburger Stadtrat stimmte am Montagabend einer Verlängerung des Vertrages um vier Jahre zu. Ursprünglich hatte sich die Stadt auf zwei Jahre verpflichtet, dann wurde immer jährlich verlängert. Dass nun ein Vier-Jahres-Vertrag abgeschlossen wird, liegt an der Preis-Garantie des Verlages: Die Kosten steigen von aktuell 6100 Euro im Jahr auf 6400 Euro ab dem 1. Januar 2021, sollen dann aber bis Ende 2024 konstant bleiben. Der neue Vertrag mache die Kosten planbarer, begründete die Verwaltung den Vorschlag an den Stadtrat.

Die Idee für das Stadtblatt entstand im Rahmen des Konversionsmanagement, das in den ersten eineinhalb Jahren auch die Redaktionsarbeit übernahm. Seit 2016 liefert nun die Stadt-Verwaltung die Zuarbeit. Die Kosten dafür wurden in der Sitzung nicht beziffert. "Das Stadtblatt wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen", betonte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) in der Sitzung. Vereine, Kirchen und Bundeswehr nutzten es als Medium für Veröffentlichungen. Auf Nachfrage aus dem Gremium betonte Warmuth, dass das Stadtblatt keine Konkurrenz zur Tagespresse sei - "schon allein wegen der monatlichen Erscheinungsweise".

Florian Röthlein (Grüne) erinnerte als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses an die Kritik, dass im Stadtblatt unter anderem Stadtwerke anderer Kommunen um Stromkunden in Hammelburg warben. Der Bürgermeister verwies darauf, dass der Verlag Herausgeber sei und sich um die Anzeigen kümmere, aber: "Es ist besprochen, dass keine Werbung aufgenommen wird, die in Konkurrenz zu städtischen Einrichtungen steht."

Als finanziellen Vorteil für die Stadt sieht die Verwaltung an, dass die Kommune Stellenanzeigen oder Nachrufe ohne Mehrkosten veröffentlichen kann. In Zukunft können Vereine ihre Beiträge auch direkt in ein Programm einpflegen, der Umweg über die Verwaltung entfalle somit. Vorerst nicht gebucht wird die bisher kostenlose Stadtblatt-App. Den bisher nur 250 Downloads würden jährliche Kosten von 970 Euro ab dem kommenden Jahr gegenüberstehen.