Bildung hat ihren Preis. Beleg dafür ist der Haushaltsentwurf des Schulverbands Elfershausen, den Kämmerer Andreas Mützel in der Verbandsversammlung detailliert auflegte. Werden keine Änderungen mehr vorgenommen, so schließt der Haushaltsplan 2021 - in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen - mit 605 000 Euro ab. Im Vergleich mit dem voraussichtlichen Rechnungsergebnis des Vorjahres rechnet Mützel mit Mehrkosten von ca. 131 000 Euro.

Die Mehrausgaben im Verwaltungshaushalt zehren die Mehreinnahmen auf. Speziell den laufenden Betrieb weist die Kameralistik als "Kosten-Fresser" aus. Hier sind die Klassenzimmerausstattung mit "Whiteboards" im Rahmen des Förderprogramms "Digital-Pakt Schule", ein neuer Server in der Langendorfer Johannes-Petri-Schule sowie weiterer Schulbedarf, aber auch die verlängerte Mittagsbetreuung die größten Posten, die die Einsparungen bei der Mitfinanzierung der gebundenen Ganztagsklassen oder bei der Mittagsverpflegung zunichtemachen.

Umlage steigt

Die Schülerzahl stagniert, die Kosten aber mehren sich. Bei nahezu gleichem Schülerkontingent wie im ablaufenden Jahr steigt die Schulverbandsumlage im Jahr 2021 pro Kopf um 213 Euro auf insgesamt 410 000 Euro - der höchste Umlage-Etat in der Geschichte des Schulverbands. In den Schulhäusern in Langendorf, Fuchsstadt und Hammelburg werden aktuell 227 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Die Mitglieder des Schulverbandsausschuss billigten den Haushaltsentwurf ohne Einwand, ebenso den Stellenplan 2021. Dem Beschaffungsaufwand für den Schulbedarf 2020 - insgesamt gut 19 000 Euro einschließlich digitaler Leihgeräte - stimmten die Räte zu. Die bereits genannten Beschaffungen für das neue Haushaltsjahr passierten gegen eine Stimme.

WIM geht weiter

Das Projekt "Wir musizieren" (WIM) läuft bereits seit acht Jahren im Rahmen des Musikunterrichts an der Grundschule. Der Unterricht wird von einer Lehrkraft und einer externen Musikfachkraft durchgeführt. Ziel ist es, bei den Kindern eine Basis zu schaffen, auf der weiterführende, musikalische Bildung aufbauen kann.

Die Ausgaben für das - auch durch Spenden finanzierte - Projekt im auslaufenden Jahr betragen 1260 Euro. Spenden wurden dabei nicht eingenommen. Die Schulverbandsversammlung legte einmütig fest, dass WIM auch im nächsten Schuljahr weitergeführt wird. Schulleiterin Brigitte Dehe regte zudem an, neue Tische und Stühle für den Handarbeitsraum zu beschaffen, was Versammlungsvorsitzender und Bürgermeister Johannes Krumm im Bestellkalender vermerkte.

Zur Sprache brachte die Pädagogin auch die fehlende Jugendsozialarbeit an der Petri-Schule, die - im Gegensatz zur Hammelburger Schule - über keine Sozialkraft verfügt.

Krumm verwies auf die Fuchsstädter Jugendsozialreferentin Annalena Wolf, die dafür eventuell in Frage käme.

Vize-Bürgermeister Christian Fenn, Delegierter der Stadt Hammelburg und selbst in der Jugendarbeit tätig, erinnerte allerdings daran, dass schulische Sozialarbeit und "normale" Jugendarbeit nicht in allen Bereichen kongruent sein müssen.

Der Vorsitzende will sich in dieser Angelegenheit im Januar mit Schulleiterin Dehe und Fachkräften beraten, hieß es.