Der Markt will seine Straßenbeleuchtung komplett umrüsten und damit erhebliche Strom- und Kohlendioxideinsparungen erzielen. Rund 324 Lampenköpfe und 26 Betonmasten stehen dabei zur Disposition. Die Kosten belaufen sich auf ca. 210 000 Euro. Beim Tausch auf LED-Standard beträgt die Energieeinsparung nach Berechnung des Bayernwerk knapp drei Viertel des bisherigen Verbrauchs.

Für die Maßnahme in allen fünf Ortsteilen nimmt Elfershausen ein Förderprogramm zur -Einsparung mit ins Boot, die das Vorhaben mit 30 Prozent fördert. Die Marktgemeinde trägt von der Gesamtsumme etwa 165 000 Euro. Ein Förderantrag muss dieses Jahr noch gestellt werden, das Projekt ist anschließend innerhalb eines Jahres umzusetzen. Durch die Stromeinsparungen amortisiert sich die Investition nach Berechnungen des Bayernwerk in knapp neun Jahren. Mit der Empfehlung von Volker Partsch, insektenfreundliches Gelblicht zu verwenden, stimmte der Gemeinderat einmütig für das Vorhaben.

Ein weiteres Förderprogramm will der Markt zur Breitbandversorgung in Engenthal nutzen. Bei der Erschließung des Neubaugebiets im kleinsten Ortsteil wurde auf eine Kabelverlegung ohne Förderprogramm verzichtet. Anbieter Vodafone ließ wissen, dass nur ein Anschluss erfolgt, wenn die Gemeinde die Kosten in Höhe von 27 000 Euro übernimmt. Auch die Stadt Hammelburg hielt eine Verlegung von zwei Kilometer Glasfaserkabel für vier Haushalte für nicht wirtschaftlich.

Vielmehr soll das Förderprogramm Gigabit zum Zuge kommen, bei dem Engenthal die Möglichkeit auf einen echten Glasfaseranschluss in Aussicht gestellt wird. Die endgültige Förderhöhe kann jedoch erst nach Markterkundung ermittelt werden. Der Förderbetrag liegt zwischen 24 000 und 60 000 Euro. Sollte sich ein Unternehmen bewerben, kann die Förderung bis zu 90 Prozent betragen. Allerdings kann der Ausbau bis zu zwei Jahren dauern.

Eine erste Vorprüfung in der Marktgemeinde ergab, dass zehn Anwesen - davon fünf in Engenthal - nicht mit dem Limit von mindestens 500 Megabit versorgt sind. Eine Glasfaserkabel-Verlegung ist von der Bundesstraße 287 her möglich. Elmar Zier regte die Anbindung durch ein provisorisches, oberirdisches Netz an. Dazu will Bürgermeister Johannes Krumm mit HAB-Net in Verbindung treten. Das Gremium beschloss die grundsätzliche Erschließung, die Beauftragung der Markterkundung für die ganze Marktgemeinde sowie die Prüfung einer oberirdischen Anbindung in Engenthal.

Keine Einwände gab es bei den Bauanträgen. Das Bauunternehmen Ullrich plant, an seinem Verwaltungsgebäude wie auch am Bauhof zwei Wegweiser-Pylonen - davon eine mit Uhr - aufzustellen.

Der Besitzer eines Anwesens in der August-Ullrich-Straße darf eine Doppelgarage in seine bestehende Scheune einbauen. Der Ausbau eines Wintergartens in der Elfershausener Gartenstraße erhielt die erforderlichen Befreiungen.

Der Bauvoranfrage zur Errichtung von zwei Schleppgauben in der Frankenstraße in Langendorf entsprachen die Räte einschließlich der Befreiungen. Zum Abbruch eines bestehenden Satteldachs und Errichtung eines Pultdachs sowie der Vergrößerung einer Toreinfahrt in der Machtilshausener Ringstraße erhielt der Bauwerber eine zweijährige Verlängerung.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass die Auftragsvergaben für verschiedene Gewerke für den Kindergarten-Neubau in Elfershausen und für die Erschließung zur Erweiterung des Baugebiets Machtilshausen erfolgt sind. Für beide Maßnahmen ist im März Baubeginn.

Ohne Einwände stimmten die Räte der Verordnung über die Reinigung öffentlicher Straßen und Sicherung der Gehwege im Winter zu, die kleine, rechtliche Veränderungen des bisherigen Textes beinhalten.