Die beiden Kommunen unterzeichneten nun jeweils einen Kooperationsvertrag mit dem Unternehmen.

Innerhalb der kommenden zwölf Monate stehen in den Orten Oberthulba, Frankenbrunn, Hassenbach, Hetzlos, Reith, Schlimpfhof, Thulba und Wittershausen sowie Wartmannsroth, Dittlofsroda, Heckmühle, Heiligkreuz, Völkerleier und Waizenbach Breitbandanschlüsse mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Bisher überbrückt Richtfunk die Strecken. Künftig gibt es eine direkte Glasfaserzuleitung in die Orten. Die Kabel sollen "minimalinvasiv" verlegt werden, wie Stephan Dausacker erklärte. Die Glasfaser endet in den Kabelverzweigern, den bekannten grauen Schaltkästen an der Straße. Von dort geht es über das bestehende Kupferkabelnetz zu den einzelnen Häusern.

Vereinzelt, zum Beispiel für ein Unternehmen im Gewerbegebiet an der Schlimpfhofer Straße, gibt es aber auch direkte Glasfaseranschlüsse. Diese ermöglichen Datengeschwindigkeiten weit jenseits der 50 Megabit pro Sekunde.

"Wir sind froh, dass die Zusammenarbeit mit den Hammelburger Stadtwerken fortgesetzt werden konnte", sagte der Bürgermeister von Oberthulba, Gotthard Schlereth (CSU). Hammelburg, Oberthulba und Wartmannsroth hatten den Ausbau gemeinsam ausgeschrieben. Den Zuschlag erteilten die Kommunen aber unabhängig voneinander. Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Kühnl umfassen die drei Ausbauaufträge für Hammelburg, Oberthulba und Wartmannsroth insgesamt fast zwei Millionen Euro. Die Kommunen bekommen Fördermittel des Freistaats.

Matthias Bickert, Manager der Allianz "Fränkisches Saaletal", unterstrich die Bedeutung einer guten Internetversorgung: "Der Ausbau ist keine Kleinigkeit. Gerade die Jugend hält sich viel im virtuellen Raum auf."
Nach der Vertragsunterzeichnug müssen die Stadtwerke die Kabelstrecken detailliert planen und den Tiefbau vergeben. Vom Wetter im Winter hängt mit ab, wann die ersten Orte angebunden sind. Die Schaltung kann sukzessive erfolgen.

Mit der Verbesserung der Internetversorgung sind die Stadtwerke zurzeit gut beschäftigt: Motten befindet sich mitten im Ausbau, in Zeitlofs haben die Arbeiten vor Kurzem begonnen. Kühnl erwartet weitere Aufträge in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Die Stadtwerke haben den Vorteil einer eigenen Datenleitung zum Internetknoten in Frankfurt.