Die Straßen- und Leitungssanierungsarbeiten in der "Zehntstraße" und "Am Hahn" gehen zügig voran. Bürgermeister Thomas Hack gab sich in der Ratssitzung zuversichtlich, dass die Trageschicht noch vor Wintereinbruch fertiggestellt und die betroffenen Straßenzüge wieder zur Durchfahrt freigegeben werden können.

Mit dieser Maßnahme geht auch eine Änderung der Straßenbeleuchtung einher. Das vorliegende Angebot des Bayernwerk für den Bereich Zehntstraße umfasste sieben Aluminiummasten mit den LED-Leuchten des Typs "Trilux" zum Preis von 15 555 Euro. Eingeschlossen sind neben dem Rückbau bestehender Lampen, Lieferung und Montage eine Mini-Säule mit FI-Schalter für beispielweise eine Weihnachtsbeleuchtung. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für diese Offerte aus.

Luftfilter für den Kindergarten

Vor der offiziellen Sitzung trafen sich die Mitglieder der Teilnehmer-Gemeinschaft (TG) in der Festhalle, die über die Beleuchtung des Zehnt-Platzes mit Poller-Leuchten entschieden. Diese sind nicht im Angebot enthalten, da sie im Rahmen der Dorferneuerung gefördert werden. Auch die TG-Mitglieder stimmten diesem Vorschlag zu, dessen Auftrag separat erfolgt.

Angesichts der wieder auflebenden Corona-Problematik sind weitere Schutzmaßnahmen angesagt, so auch im Kindergarten St. Laurentius. Dessen Geschäftsführer, Björn Heim, empfahl die Beschaffung von Luft-Reinigern. Zwar sei ein Gerät im Kindergarten vorhanden das jedoch bei weitem nicht ausreicht. Für die Luftfiltergeräte lag ein gefördertes Angebot zum Preis von rund 1500 Euro je Stück vor. Doch wäre auch ein Einzelstück nicht genügend. Deshalb beschloss das Ratsgremium die Beschaffung von drei Luftfiltern.

Zur Entscheidung lag den Räten auch die Zweckvereinbarung zur interkommunalen Klärschlammverwertung vor. Der Klärschlamm darf nach gesetzlicher Vorschrift nur noch "stark eingeschränkt" als Dünger auf Felder und Wiesen verbracht werden darf. Der Abwasserzweckverband Thulba-Saale (AZV), der die Zentralkläranlage in Hammelburg für einen Großteil des Altlandkreis-Gemeinden betreibt, sieht für das wachsende Klärschlamm-Aufkommen keine andere, wirtschaftliche Alternative außer der Verbrennung im Zementwerk Karlstadt.

Für eine interkommunale Kooperation zur Verwertung gibt es eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnis den Gemeinden seit Januar vorliegt. Danach beteiligen sich sechs Betreiber mit zwölf Kläranlagen an die 41 Stadt- und Ortsteile mit circa 30 000 Einwohner an einer Klärschlamm-Verwertung im Verbund. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Studie auf rund 2,7 Millionen Euro für die Umsetzung des Projekts in der Kläranlage Hammelburg und etwa 400 000 Euro für Anpassungsmaßnahmen der Zuliefer-Kläranlagen. Der Gemeinderat schloss sich einmütig dem Zweckverband an.

Satzungsentwurf gebilligt

Die Kommunale Allianz "Fränkisches Saaletal" und ihre Projekte präsentierte Allianz-Manager Holger Becker. Gemeinsam die Zukunft der Region entwerfen ist angestrebtes Ziel. Besondere Beachtung kommt dem Regional-Budget zu, das sich heuer als Erfolgsmodell etablierte und private Initiativen aber auch die Innenentwicklung, das Kernwegenetz, das Grüngitter- und Streuobstwiesen-Projekt maßgeblich unterstützt. Den geänderten Satzungsentwurf des Zweckverbands "Frankens Saalestück" billigten die Räte einstimmig.