Rund 1500 Unterschriften, darunter 35 von Bewohner, 30 von Angehörigen und 19 vom Personal, sind in den vergangenen Wochen zusammengekommen. "Das Bürgerspital ist eine emotionale Sache", sagt Gerd Schäfer. Er und Brigitte Burtchen hatten als Bewohnerfürsprecher die Unterschriftensammlung gestartet, um sich für den Erhalt des Bürgerspitals in seiner jetzigen Form stark zu machen. Bei der Sprechstunde von Landrat Thomas Bold (CSU) in Hammelburg am Donnerstagvormittag übergab Schäfer die Unterschriften.

Von einem Signal für das Bürgerspital sprach der Landrat. Drei Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung, Anni Misch als Sprecherin des Senioren- und Behindertenbeirats sowie Kurt Brandenstein, der die Stadt zum Bürgerspital berät, wollten zusammen mit Schäfer und Burtchen vom Landrat eine Stellungnahme zum Bürgerspital.

"Dass kolportiert wird, dass das Bürgerspital 2021 geschlossen wird, ist falsch", sagte Bold. Er zitierte aus einer vorbereiteten Presseerklärung des Landratsamts: "Von einer Schließung oder Erlöschung der Betriebserlaubnis des Bürgerspitals war vonseiten des Landratsamts nie die Rede."

Der Landrat erläuterte, was es mit der Fristsetzung der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) auf sich hat. Es gehe darum, dass die Stadt - nach Verlängerung der ursprünglichen Frist bis 2016 - bis 31. August 2021 ein Konzept vorlegen solle, wie sie das Bürgerspital gemäß der Verordnung weiterentwickele. Dabei geht es um die baulichen Vorgaben, die das Pflege- und Wohnqualitätsgesetz stellt.