Anlieger-Parkausweise in der Kissinger Straße vom Marktplatz bis zum Torhaus wird es auch künftig nicht geben. Der Gemeinderat lehnte - wie bereits vor zwei Jahren - den Antrag mit großer Mehrheit ab, auch wenn dieser auf der finanziellen Beteiligung der Anlieger bei der Sanierung der Kissinger Straße basiert. Bürgermeister Peter Bergel warb für Ausnahmen, etwa für Bewohner, die über keinen Innenhof verfügen, um ihr Fahrzeug unterstellen zu können, stieß jedoch auf wenig Gegenliebe.

Die Gemeinde schaffe damit Präzedenzfälle, argumentierte sein Stellvertreter Michael Fell. Bernhard Herterichs Frage galt der Handhabung dieser Regelung zum Beispiel in der Ring-, der Hammelburger- oder Schweinfurter Straße. Bergels Versicherung, dass es sich nur um Einzelfälle handele, alles andere strikt abgelehnt werde, blieb chancenlos.

Sitzungsinformationen auch online

Ab Ende April will Euerdorf jedem Ratsmitglied den Zugriff auf das Ratsinformationssystem (RIS) ermöglichen. Das System, das sich in anderen Gemeinden bewährte, sah Ralf Ziegler als erfreuliche Entwicklung, um auf Vorabinformationen zurückgreifen und Zeit in den Sitzungen sparen zu können. Nicht so Elmar Hofmann und Herterich, die ihre Unterlagen weiterhin in Papierform wünschen, was laut Verwaltungsleiter Michael Unsleber möglich ist.

Einer Neufassung des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes stimmte das Gremium zu. Dabei geht es um die Reinigung eigenständiger Geh- und Radwege, die im Gesetzestext nicht aufgeführt und deshalb nicht rechtswirksam ist. Zudem monierten mehrere Räte die unzulängliche Räumung des Rad- und Gehwegs von Euerdorf nach Wirmsthal. Hier sei nur Teilarbeit geleistet worden.