Nach über zweijähriger Unterbrechung fand am Wochenende die traditionelle Wallfahrt der Oberthulbaer Wallfahrer statt. Nachdem im Frühjahr noch nicht abschätzbar war, wie es am ersten Wochenende im Mai mit den pandemiebedingten Auflagen aussieht, hatte man die Wallfahrt auf das erste Wochenende im August verschoben. Bei noch angenehmen Temperaturen zogen die 60 Pilgerinnen und Pilger begleitet vom Musikverein Oberthulba nach dem Wortgottesdienst, den Diakon Ewald Bahn zelebrierte, am Samstagmorgen aus. Sehr schnell wurde allen klar, dass Sonnencreme und ausreichend Flüssigkeit für die zweitägige Wallfahrt unverzichtbar werden.

So waren auch die Aufenthalte beim Musikverein in Burkardroth und in Waldberg, wo die Sportjugend sich um die Bewirtung kümmerte, eine willkommene Erholung. Trotz Hitze meisterten alle auch das letzte Wegstück, den Aufstieg zum heiligen Berg der Franken. Am Kreuzberg angekommen wurde die Pilgerschar unter Leitung von Wallfahrtsführer Tiemo Stürzenberger von Pater Korbinian Klinger am Freialtar empfangen. Es war die erste Begegnung zwischen dem neuen Guardian und den Oberthulbaer Wallleut'. Leider war es nicht möglich, den Abend gemeinsam im Antonius-Saal verbringen zu können, was von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr bedauert wurde. Dennoch traf man sich am Abend in geselliger Runde vor und im Berggasthof Elisäus, um zu reden oder Lieder zu singen.

Zusätzliche Trinkstationen

Nach dem Wallfahrtsgottesdienst am Sonntagmorgen zog die Wallfahrtsgruppe wieder in Richtung Heimat los. Bedingt durch die höheren Temperaturen am zweiten Tag bot die Rotkreuzbereitschaft Oberthulba, die sich an beiden Tagen um das Wohl der Gruppe kümmerte, zusätzliche Trinkstationen auf der Strecke an, was von allen sehr gerne angenommen wurde. Gebete, Gesang, Texte zum Nachdenken, aber auch Zeit für private Gespräche sorgten für eine sehr harmonische Atmosphäre an den zwei Tagen. So war es von großem Vorteil, dass die erfahrenen Vorbeter Marga und Bernd Bös sowie Manfred Schießer von Simone Brand und Katrin Schindlmeier aus Schlimpfhof unterstützt wurden.

Alle Pilgerinnen und Pilger waren zwar erschöpft, aber überglücklich als sie von Diakon Bahn und den Ministrantinnen und Ministranten am Ortsschild von Oberthulba begrüßt wurden. Viele Ortsbürgerinnen und Ortsbürger säumten den Weg zur Pfarrkirche von Oberthulba, wo nach dem Einmarsch in die Kirche und dem Lied "Segne du Maria" eine für alle besondere Wallfahrt zu Ende ging.

Bürgermeister trug die Fahne

Von Anfang an spürte man eine Gemeinschaft, unter anderem auch durch die spontane Übernahme der zwei Begleitfahnen durch Wallfahrer aus Hassenbach, Reith und Schlimpfhof. Sogar Bürgermeister Mario Götz,übernahm am ersten Tag eine der Fahnen.