Angefangen hat es damit, dass die Buchsbaumhecke dem Zünsler zum Opfer fiel und entfernt werden musste. Da kam den städtischen Friedhofsmitarbeitern Matthias Emmert und August Brendan die Idee, ein komplett neues Thema für ein Urnengrabfeld zu gestalten. So entstand rund um das Kihnsgrab ein Heidegarten mit sieben Urnengräbern. Im neuen Heidegarten sind vorwiegend Wildarten der Besenheide (Caluna vulgaris), Rhododendren, Heidelbeere gepflanzt. Ein Wassertümpel dient als Vogel- und Insektentränke. Wie schon in den vergangenen Jahren unterstützte der Hammelburger Gartenbauverein diese naturnahe Umgestaltung auf dem Friedhof mit einer Spende von 300 Euro. 2. Bürgermeisterin Elisabeth Assmann lobte diese Initiative. "Dadurch werden freigewordene Grabflächen vielfältig und naturnah umgestaltet. Der Friedhof wird zu einem attraktiven Ruheort, als Treffpunkt für Hinterbliebene und Ruhesuchende." Mit dem Urnengemeinschaftsfeld "Im Heidegarten" wurde das 28. Grabfeld in den Friedhöfen der Stadt Hammelburg und seinen Stadtteilen mit jetzt insgesamt 246 Grabplätzen (Urnenröhren für bis zu drei Urnen einer Familie) gestaltet. Die Grabpflege erfolgt durch die Friedhofsverwaltung. Die einzelnen Grabfelder sind in unterschiedlichen Themenbereichen angelegt. Begonnen wurde 2013 mit Rosenbeeten und inzwischen mit Weinbergen, Gartenteich, Naschgarten, unterm Apfelbaum, Felsengarten fortgesetzt. Sie sind voll im Trend und werden von zahlreichen Friedhofsverwaltungen als Anregung aufgegriffen.