Wenn die Planungen und Gespräche in den kommenden Wochen und Monaten glatt laufen, entsteht in der Stadt bald eine neue Altenpflegeeinrichtung. Sie soll rund 110 Bettenplätze bieten.

Dabei ist an eine Mischung aus vollstationären Plätzen und Wohnungen für betreutes Wohnen gedacht. Das genau Verhältnis steht noch nicht endgültig fest, wie Klaus Plumenbaum auf Nachfrage erklärte. Im Augenblick ging er aber von etwa 80 vollstationären Einheiten und etwa 30 Wohnungen aus.

Plumenbaum, der ein Planungsbüro in Schwemmelsbach hat, entwickelt das Bauprojekt für einen Investor, wobei für die Detailplanung zusätzlich noch ein Architekt hinzugezogen werde. Bei dem Investor handelt es sich laut Plumenbaum um die Bauplan GmbH aus Peine (Niedersachsen). Den Betrieb der Einrichtung soll ein Dritter übernehmen, eine private Betreibergesellschaft.

Das Gebäude entsteht auf einer etwas mehr als 4 000 Quadratmeter großen Fläche zwischen der Weberstraße und der Kobelstraße. Der Bau bekommt ein Flachdach mit Begrünung. Die Nutzfläche gab Plumenbaum mit rund 4 800 Quadratmetern an. Die Investition bezifferte er auf ungefähr zehn Millionen Euro.

Die Stadträte befassten sich in ihrer Sitzung am Montagabend im Rahmen einer Bauvoranfrage mit dem Projekt, nachdem sie sich vor Weihnachten bereits in einer nicht-öffentlichen Sitzung über die Investitionsabsicht informieren konnten. Der Stadtrat erteilte der Bauvoranfrage sein Einvernehmen. Allerdings sorgte die künftige Verkehrssituation für eine kurze Diskussion.

Denn der Investor muss auf seine Kosten eine neue Querstraße zwischen der Weberstraße und der Kobelstraße anlegen lassen, um das Altenwohnheim erschließen zu können. Gudrun Kleinhenz (CSU) sah die Gefahr, dass sich diese Spange schnell in eine Umgehungsstraße in die Kobelstraße und die Innenstadt verwandelt. Das sei ein Risiko für die alten Menschen, die gerade dort wohnen sollen.

Patrick Bindrum (CSU) meinte dagegen, dass jetzt nur nachgeholt werde, "was wir längst hätten tun sollen". Bindrum erinnerte daran, dass diese Querverbindung schon vor vielen Jahren geplant gewesen sei. Von der Fuldaer Straße kommend gibt es gleich nach der Einfahrt in die Weberstraße einen kurzen Straßeneinstich, der den Verlauf der damals angedachten Verbindung bereits andeutet. "Es ist ein Glücksfall, dass wir nun jemanden haben, der die Erschließungskosten trägt", sagte Bindrum.

Die Verkehrsregelung für die neue Straße ist laut Stadtbaumeister Detlef Mohr noch offen. Denkbar sind eine Einbahnstraße oder Pfosten, die die Durchfahrt blockieren, wie Norbert Schaub (SPD) vorschlug.
Noch in diesem Jahr, im Juni oder Juli, sollen die Bauarbeiten beginnen. Plumenbaum nannte Ende 2017 als angepeilten Fertigstellungstermin für das Heim.