Zu einer digitalen Bürgerversammlung, bei der es ausschließlich um das Thema Bürgerhaus ging, hieß Bürgermeister Mario Götz rund 70 Teilnehmer willkommen. Im Anschluss an die Präsentation gab es Fragen und Reaktionen über Mikrofon oder Chat. Über die nächsten zwei Wochen wird die Präsentation auf der Homepage des Marktes Oberthulba online gestellt sein.

Götz betonte, dass das Bürgerhaus - zwischen Kirche und Feuerwehrhaus gelegen - zum zentralen Ort des Dorfes werden solle. Außerdem sei es eine Gemeinschaftsaktion der Bürger sowie der ortsansässigen Vereine. Im Vorfeld hätte es schon Treffen mit Vereinsvorständen, den direkten Nachbarn und dem Amt für Ländliche Entwicklung gegeben.

Viele konkrete Fragen

Bautechniker Reinhard Zeitz stellte seinen ersten Entwurf für das neue Bürgerhaus für Frankenbrunn vor. Er bekräftigte noch einmal die übereinstimmende Meinung, nicht in das von der Gemeinde erworbene Gebäude zu investieren, sondern es abzubrechen. Er ging detailliert auf den Wirtschaftsteil des Gebäudes, den eigentlichen Veranstaltungsraum mit 128 Sitzplätzen und auf die geplante Abstellhalle ein. Der angebaute Abstellraum habe eine Größe von 55 Quadratmeter und solle sperrige Sachen wie Tischgarnituren, Grill oder Inventar für das Maibaumaufstellen beherbergen. Diese wären zurzeit teilweise noch privat untergebracht. Zum Entwurf haben sich dann die Bürgerinnen und Bürger schon Gedanken gemacht und oft Wert auf das Praktische gelegt. So wollten Linus und Sven Büchner wissen, ob die Zufahrt zur Lagerhalle mit Traktor oder Anhänger möglich sei. Detlef Marhold fragte, ob die Toiletten für 128 Personen ausreichten und ob man bei öffentlichen Gebäuden schon Toiletten für "divers" einplanen müsse. Kurt Fröhlich wollte die Bühne "theatertauglich" mit zwei Zugängen wissen und Patrick Schulz fragte nach den Lärmschutzmaßnahmen. Bei gleich mehreren Anfragen ging es um die Erhaltung der Natursteinmauer und um die Thekengröße für Getränke- und Essensausgabe. Ralf Kehr sprach die Parkplatzsituation und Christian Vorndran eine Einfriedung, den Bau von E-Bike Ladestationen und die mögliche Eigenleistung am Bau an.

Ortsbeauftragter Johannes Fröhlich freute sich über die rege Teilnahme an der Versammlung. 70 Anmeldungen heiße nicht 70 Personen nehmen teil, sondern in der Regel säßen mehrere Personen vor dem Bildschirm, sagte Fröhlich. "Aus diesem ersten Entwurf gilt es jetzt durch die Bürger das Beste herauszukitzeln." Bürgerinnen und Bürger könnten sich jetzt mit Ideen an den Markt Oberthulba oder an ihn wenden, so Fröhlich. Zum Thema Ehrenamtliche Beteiligung konnte sich Götz vorstellen, dass die Bürger beim Abriss mithelfen. Bei den dann ausgeschriebenen Gewerken sei es dann eher schwieriger. Wichtig sei dann noch die Außengestaltung und das Bürgerhaus mit Leben zu erfüllen und Dienste zu übernehmen. Aus seiner Sicht sei es eine tolle und gelungene Versammlung gewesen, lobte er abschließend die Teilnehmer für Disziplin und Beiträge. Bürgermeister und Gremium fühlten sich bestätigt, die Richtung für das Bürgerhaus stimme. Weitere Vorgehensweise sei nun eine Kostenschätzung, der Antrag beim Amt für Ländliche Entwicklung und die Sicherstellung der Finanzierung. Dann folge der Beschluss über die finale Vorgehensweise und bei Bedarf noch einmal eine Bürgerbeteiligung.