Eine Ortseinsicht im Anwesen Hauptstraße 4, das die Gemeinde jüngst erwarb, leitete die Ratssitzung ein. Das direkt hinter dem Bauhof liegende Gebäude mit Scheune und Nebengebäude ist nach Meinung von Bürgermeister Peter Hart "ideal für eine Bauhof-Erweiterung und zur Bereitstellung von Wohnraum für sozial Schwache oder Flüchtlinge".
Demnach wird die Scheune saniert und als Unterstellhalle für den Gemeindebauhof genutzt. Der noch teilmöblierte Wohntrakt der im Pflegeheim befindlichen, ehemaligen Besitzerin, besteht zunächst in dieser Form so weiter und böte nach einigen Umbauten Platz für zwei bis drei Familien. "Sollte sich Bedarf ergeben, haben wir vorgebeugt", so Hart. Mathias Stöth wies auf ein neues Förderprogramm des Freistaats hin, das für diesen Zweck genutzt werden sollte.


Förster stellt sich vor

In der Sitzung stellte sich Rainer Breunig vor, der seit zweieinhalb Monaten den Gemeindewald von Fuchsstadt betreut und auch für den Forst des Markt Elfershausen zuständig ist. Aus der Nähe von Ebrach stammend, studierte er Forstwissenschaften in Weihenstephan und trat dann in die Bayerische Forstverwaltung ein. Nach mehreren Stationen arbeitete er 15 Jahre als Büroleiter und Förster in der Spessartgemeinde Roden und wechselte dann zur Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Rhön. Vom Fuchsstädter Forst hat er einen sehr guten Eindruck. "Der Wald steht topp da" - abgesehen von einigen Abstrichen wie im "Pfützental".


Bilanz 3,3 Millionen Euro

Den im März vorgestellten Haushalt 2016 (wir berichteten) akzeptierte der Rat ohne Änderungen. Demnach beträgt der Etat - in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen - im Verwaltungshaushalt 3,34 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 4,47 Millionen Euro, inklusive einer möglichen Kreditaufnahme von 500 000 Euro. Das Ratsgremium stimmte der Haushaltssatzung, dem Investitionsprogramm bis 2019 und dem Stellenplan einmütig zu.
Ausschussvorsitzender Mathias Stöth informierte über die örtliche Rechnungsprüfung 2015, in der weder über- noch außerplanmäßige Ausgaben verbucht sind. Am Jahresende konnten 2,54 Millionen Euro der allgemeinen Rücklage zugeführt werden, was das Rücklagenkonto auf gut drei Millionen Euro steigerte. Davon übernahm die Gemeinde gut 2,5 Millionen Euro zur Verstärkung in den laufenden Haushalt. Die Jahresrechnung passierte die Feststellung und Billigung des Rates, der die Entlastung einstimmig erteilte.


Bebauungsplan für Hinterm Turm

Einverstanden erklärten sich die Räte mit Vergabe des Planungsauftrags für die Ausweisung des Baugebiets "Hinterm Turm III" an das Büro Auktor. Bei diesem Baugebiet handelt es sich um eine Fläche für fünf bis sechs neue Bauplätze, die im Anschluss an das Baugebiet "Hinterm Turm II" integriert werden. Auch die Erstellung des Bebauungsplans wird der Würzburger Architekt übernehmen.
Nachdem die Reparatur der Schulsportanlagen teurer kommt als eine Gesamtsanierung - die zudem bezuschusst wird - entschloss sich die Gemeinde für eine Neubeschichtung der 14 Jahre alten Kunststoff-Laufbahn. Nach Ermittlung der Fa. Polytan fallen dafür Kosten von gut 42 000 Euro an, die in die Förderung fallen und von denen Fuchsstadt ca. 18 000 Euro zu tragen hat. Dafür erhält die Gemeinde einen komplett neuen Belag und 50 Quadratmeter Unterbau. Ein neuer Zaun für das Sportgelände ist nach Hallenfertigstellung erwogen.
Ohne Gegenstimme passierten die Bauanfragen. Für die Verlagerung des Treppenhauses nach außen am Wohnhaus in der Kissinger Straße 21 und dem ersatzlosen Abbruch einer Scheune erhielt der Besitzer eine Zusage. Der Abbruch einer baufälligen Scheune zugunsten einer Unterstellhalle in der Hauptstraße 3 ist vom Rat ebenso gestattet wie die Errichtung einer Geräte- und Lagerhalle "An der Trie".


Mulchen von Flächen

Mit einem schriftlichen Antrag trat Gemeinderat Jürgen Wittmer dem Mulchen und dem Beackern von gemeindlichen Flächen entgegen. Nicht nur der Illegalität wegen, sondern auch wegen der Zerstörung "einer Unmenge von Blühpflanzen an den Wegrändern", die vielen Insekten als Nahrung und Unterschlupf dient, pochte er darauf, schonend mit solchen Klein-Biotopen umzugehen und auch das Spritzen oder Düngen zu vermeiden.
Flankiert von stellvertretenden Bürgermeister Hans-Jürgen Pfülb, der einen Mulch-Plan erstellte, entschied der Rat, nur einmal jährlich solche Flächen zu mulchen und das nicht vor Anfang Juni. Die Verwaltung will die Landwirte anschreiben, dass die Kosten bei Zuwiderhandlungen durch Beackern, Spritzen und Düngen gemeindlicher Flächen von den Verursachern zu tragen ist.
Einen "Silberstreif am Horizont" erkannte Bürgermeister Hart bei den hohen Nitrat-Werten im Fuchsstädter Wasser, die durch Beimischung von Fremdwasser und eine Schutzzonenregelung langsam aber konstant sinken. Bei extensiver Bebauung winkt den Bauern ein Ausgleich von der Gemeinde.


Breitband-Verkabelung steht an

Verwaltungsleiter Elmar Schubert informierte im Zuge der Breitband-Verkabelung über Straßenöffnungen für Multifunktionsgehäuse, die am Kindergarten, am Rathaus, in der Oberen Dorfstraße, in der Friedhofstraße (wo Leerrohre vorhanden sind) und in der Schweinfurter Straße vorgesehen sind.