Seit mehr als zehn Jahren fordert vor allem die CBB-Fraktion die Verlegung der Bushaltestelle vom Innenhof der Grundschule in die Straße "Am Weiher" unterhalb des Feuerwehrhauses. Stadtplaner Erich Hutzelmann hat nun konkrete Entwürfe in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt. Obwohl bereits sechs Varianten mit Schulleiterinnen, Verkehrswacht, Polizei, Feuerwehr und Kreisomnibusbetrieb diskutiert wurden, waren die Stadträte mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden. Sie forderten, weitere Möglichkeiten zu prüfen und Fragen zu klären.

Rund 300 Schüler besuchen aktuell die Mittelschule, weitere rund 360 die Grundschule. Die Fahrschüler unter ihnen werden mit fünf Linien gebracht und geholt, eine weitere Linie verbindet die beiden Schulen in der Nähe der Innenstadt mit dem Schulzentrum in der Von-der-Tann-Straße. Im Rahmen des Neubaus der Friedhofstraße wurde bereits vor Jahren eine provisorische Haltstelle angelegt, auf dem einzelne Busse halten. Die meisten fahren jedoch durch die Friedrich-Müller-Straße direkt in den Pausenhof der Grundschule.

"Wir haben sechs Varianten untersucht und mit den Beteiligten besprochen", berichtete Ingenieur Hutzelmann. Fünf davon hätten sich bereits als ungünstig herausgestellt, eigentlich bleibe nur eine Alternative, kündigte der Stadtplaner an. "Wichtig ist, dass sechs Stellplätze zur Verfügung stehen", sagte Peter Kreß von der Bauabteilung der Stadt zu den Vorgaben für den Planer.

In die Überlegungen mit einbezogen wurde auch der aktuell nur geschotterte Weg zwischen Friedhofstraße und der Straße Am Weiher hinter dem Feuerwehrhaus. Eine Variante sieht zum Beispiel vor, dass dort drei Busse und Am Weiher drei Busse halten. Auch eine weitere Variante geht von einer Umfahrung des Feuerwehrhauses aus.

Bei den meisten Plänen jedoch wenden die Busse direkt auf dem bereits vorhandenen Platz. Deshalb schlug Hutzelmann auf alle Fälle eine Mittelinsel vor, weil im Innenradius der Schleppkurve ein entsprechend großer Platz entstehe. Separate Haltebuchten mit einem Wendehammer dahinter seien auf der vorhandenen Fläche nicht unterzubringen. "Es besteht keine Bereitschaft, Flächen abzugeben", fasste Bürgermeister Armin Warmuth die Gespräche mit den Eigentümern des benachbarten Grundstücks zusammen.

Deshalb plädierte Hutzelmann am Ende für eine Anordnung der Busse rund um eine Mittelinsel: drei Längsbuchten für 15 Meter lange Busse nach unten, eine Bucht für einen 12 Meter langen Bus an der Längsseite zu den Schulen und zwei weitere lange Buchten in Richtung Feuerwehrhaus. Das hätte auch den Vorteil, dass eine zentrale Unterstellmöglichkeit und Beleuchtung auf der Insel ausreiche. Für den Fußweg von den Schulen auf die Mittelinsel und weiter zur Straße "Am Sportplatz" schlug Hutzelmann einen speziellen Belag vor. "Damit werden die Schüler auf dem kürzesten Weg geführt", warb er im Bauausschuss für die Lösung.

Trotzdem gab es gleich mehrere Nachfragen dazu, dass die Schüler die Fahrbahn queren. "Wenn die Schüler mittags kommen, stehen bereits alle sechs Busse", stellte Hutzelmann klar. Grünen-Stadträtin und Lehrerin Monika Horcher verwies zudem darauf, dass an der Stelle auch Schülerlotsen für zusätzliche Sicherheit sorgen könnten. "Da sehe ich kein Riesenproblem."

CSU-Stadtrat Patrick Bindrum verwies im Luftbild auf die große Brachfläche unterhalb der Kirchgrundsiedlung. Auch wenn es aktuell keine Möglichkeit gebe, die Fläche zu kaufen, sollte eine Stadt-Entwicklung dort trotzdem berücksichtigt werden: "Ich würde von einer möglichen Wohnbebauung weiter weg bleiben", sprach er sich deshalb für eine Lösung mehr in Richtung Feuerwehrhaus aus. "Im Moment fahren die Busse mitten in die Wohnbebauung", verwies Hutzelmann auf die aktuelle Situation an der Grundschule.

Nach längerer Diskussion verständigte sich der Bauausschuss darauf, das Thema zu vertagen. Geprüft werden soll unter anderem, ob der Ein- und Ausstieg nach außen möglicherweise sicherer wäre, ob auch langfristig fünf Linien und der Zubringerbus notwendig und ausreichend sind und ob eine kompaktere Planung möglich ist. Stadtplaner Hutzelmann verwies jedoch darauf, dass bereits bei der aktuellen Planung wegen des Höhenunterschieds zum Feuerwehrhaus mehrere tausend Kubikmeter Erde bewegt werden müssen.