Die Gemeinde wird Kooperationspartner für das geplante Naturerlebniszentrum Rhön (NEZ), das deren Leiter, Dr. Joachim Schneider, in der Ratssitzung vorstellte. Speziell das Projekt HOBOS, wissenschaftliche Studien mit Bienen, das Gemeinderat Hartmut Vierle im Ort aus der Taufe hob, sei demnach geeignet, die neue Bildungseinrichtung des Biosphärenreservats Rhön zu bereichern.

Schneider, beauftragt von der Regierung von Unterfranken, verfügt über zwei Mitarbeiter. Die NEZ-Hauptstandorte befinden sich in der Stadtbibliothek des Hammelburger Kellereischloss - sobald diese in ihr neues Domizil, das Bürgerhaus, umgezogen ist - sowie im Wildpark Klaushof in Bad Kissingen. Als Kooperationspartner wirken im NEZ der Sternen-Park Rhön, der Erlebnis-Bauernhof Wagenbrenner, die Imkerei Marius Jordan und HOBOS (www.hobos.de) in Aura mit.

Die vom NEZ erarbeiteten Themen behandeln soziale und ökonomische Nachhaltigkeit, Konsum, Ressourcennutzung, Mitbestimmung und Lebensstil am Standort Hammelburg. Ökologische Nachhaltigkeit, heimische Haus- und Wildtiere, Walderlebnisse und Naturerfahrung heißen die Schwerpunkte im Wildpark Klaushof. Zielgruppe der teils variierenden Themen sind Kinder, Jugendliche, Schulklassen und Familien.

Mobile Bildungsangebote

Hinzu kommen die mobilen Bildungsangebote aus den Lehrbereichen Natur und Technik, Biologie, Geographie. etc. und ein Kompetenzzentrum Didaktik.

HOBOS (honeybee online studies) bietet im Rahmen der Kooperation direkten wie digitalen Zugang zur Thematik Honigbienen an, die sich auch für "Jugend forscht" eignet, wie Vierle den Gemeinderat wissen ließ. Für seine Forschungen stellte ihm die Gemeinde das ehemalige Pump-Haus am "Wässerungsweg" zur Verfügung. Der Initiator möchte gerne einen weiteren Raum in der Alten Schule für Vorträge belegen, was der Gemeinderat einmütig befürwortete. Vierle erhält ein ehemaliges Klassenzimmer das derzeit als Lagerraum benutzt wird.

Machbarkeitsstudie liegt vor

Die Klärschlammentsorgung im Verbund ist auch in Aura ein Thema. Dazu liegt bereits eine Machbarkeitsstudie vor, in die sich der Ort - neben sechs weiteren Betreibern - einbringen kann. Wie Bürgermeister Thomas Hack vermutete erhält die günstigste Variante des Projekts auch eine Förderung für bauliche Maßnahmen, die beim Abwasserzweckverband Thulba-Saale in Hammelburg notwendig sind.

Das interkommunale Kooperationsmodell ist technisch machbar, konkurrenzfähig und bietet erhöhte Entsorgungssicherheit, betonte Hack mit den Worten: "Deshalb sollten wir Interesse zeigen." Die Verträge liegen im Herbst vor. Im Jahr 2023 soll die Umsetzung beginnen, 2024 erhoffen sich die Partner den Start. Das Ratsgremium willigte einstimmig für eine Bewerbung ein.

Räte befassen sich mit dem Thema Strom

Aura schließt sich auch der vom Bayerischen Gemeindetag empfohlenen Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung der Jahre 2023 bis 2025 an und will für diesen Zeitraum Öko-Strom beantragen. Die im Vorjahr eingegangenen Spenden in Höhe von 500 Euro genehmigte das Gremium.

Für die Errichtung eines Walmdachs über einer Garage nebst Carport und Eingang in der Otto-von-Bamberg-Straße sprachen die Räte die benötigten Befreiungen von den Festsetzungen aus. Keine Einwände gab es gegen einen Wohnhaus-Teilabbruch und dessen Wiederauf- und -umbau "Am Hahn III". Ebenso passierte eine Brunnenbohrung in der Ekkehardus-Straße mit Erlaubnis zur Nutzung für Gartenbewässerung.

Bauhof übernimmt Erweiterungsarbeiten

Die Erweiterung des Parkplatzes oberhalb des Friedhofs und die Erneuerung einer Treppe am Kreuzweg soll der Gemeindebauhof übernehmen, wobei beim Parkplatzbau keine Asphaltierung sondern Schotter vorgesehen ist. Vorsitzender Martin Kaiser stellte dafür eine Unterstützung der Jagdgenossen in Aussicht.

Die angefragte Öffnung des Naturschwimmbads terminierte der Bürgermeister im Juni - so entsprechendes Personal vorhanden ist.