Das Unternehmen will die Runderneuerung von Reifen im so genannten Heiß-Verfahren von der Franken- in die Bayernstraße auslagern und die Produktionsfläche im Industriegebiet Westheim damit von insgesamt 10 000 auf 12 500 Quadratmeter erweitern.

"Zeitnah nachholen"

Der Hammelburger Stadtrat hatte in seiner jüngsten Sitzung die Anhörung für die immissionsrechtliche Genehmigung vertagt. Die Mehrheit der Stadträte wollte zunächst das Gespräch mit Landratsamt und Geschäftsleitung abwarten. Für die nächste Sitzung am kommenden Montag, 23. November, steht das Thema nun nicht auf der Tagesordnung.

Auf Nachfrage teilte das Landratsamt mit, dass das Gespräch mit der BBW krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden musste. Die Behörde werde den Termin "jedoch zeitnah in entsprechender Form nachholen". Dem Landratsamt liege eine Prognose zur Geruchsimmission vor, diese sei als Bestandteil der Antragsunterlagen allerdings nicht öffentlich.

Geschäftsleiter Uwe Müller bedauert auf Nachfrage, dass sich der Genehmigungsprozess durch die Pandemie verzögere. "Alle geforderten Gutachten liegen der zuständigen Genehmigungsbehörde und der Stadt Hammelburg vor", stellte Müller klar. Zu den Ergebnissen des Gutachtens der Landesanstalt für Umweltschutz nimmt Uwe Müller trotz Nachfrage keine Stellung. Der Geschäftsleiter ist nach eigenen Worten "sehr zuversichtlich", dass die die Erweiterung noch in diesem Jahr genehmigt wird.

Gegen Gummi-Gestank

Die Vertreter der BBW warten jetzt auf einen neuen Termin-Vorschlag des Landratsamtes ab, bei dem ihnen das Gutachten vorgestellt wird. "Wir sind nicht generell gegen die Erweiterung, wir wollen nur, dass es in Zukunft nicht mehr nach Gummi stinkt", stellt ein BBW-Vertreter klar. Schließlich rücke die Runderneuerung durch die Erweiterung in die Bayernstraße deutlich näher an die Wohnbebauung heran.