Im Landkreis Bad Kissingen ist es der einzige Betrieb, der sich an der Aktion des Bayerischen Bauernverbands beteiligt. Auch wenn es einiges an Arbeit koste, mache er aus Überzeugung gerne mit, sagt Leo Warmuth.

"Es ist nicht einfach Höfe zu finden, die sich für Außenstehende öffnen", erklärt Kreisbäuerin Rita Jörg. Der Bauernverband unterstützt das Hoffest: Eine Vorführung zeigt, wie man Müsli selbst zubereiten kann, und es gibt Butterschütteln und ein Landwirtschaftsquiz zum Mitmachen. "Vielen fehlt heutzutage der Bezug zur Landwirtschaft", sagt Georg Scheuring, Geschäftsführer des Bauernverbands Bad Kissingen.

Alle fünf Jahre präsentiert die Familie Warmuth ihren Hof. Seit dem letzten Mal hat sich der landwirtschaftliche Betrieb verändert. Die Milchkühe sind weg. Der Hof hat sich ausschließlich auf Feldwirtschaft verlegt. Unter dem Öko-Siegel von Naturland werden unter anderem Roggen, Winterweizen und Erbsen angebaut.

"Die Umstellung auf Bio war einfacher als gedacht. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt", meint Leo Warmuth. Er habe mit 58 aber noch einmal alles komplett neu lernen müssen. Die Umstellung bereue er aber nicht. Kreisobmann Karlheinz Vogler möchte betont wissen, dass die Hinwendung zum Öko-Landbau vom Bauernverband angeschoben worden sei. Vor dem Hoffest gibt es am Donnerstag ab 18 Uhr und am Freitag von 13 bis 16 Uhr einen Ackerbautag. Leo Warmuth präsentiert die Ergebnisse speziell angelegter Versuchsfelder mit verschiedenen Sorten.

Auch wenn die Familie die Milchviehhaltung aufgegeben hat, können die Besucher auf dem Aussiedlerhof noch zahlreiche Tiere sehen: Es gibt ein Rind, eine Milchkuh, zwei Bullen, Schafe, Hühner, Enten, Hasen. Martha Warmuth hält sich die Tiere. Sie sind ihre Leidenschaft.

Das Hoffest startet am Samstag, 20. Juni, ab 16 Uhr. Am Sonntag, 21.Juni, ist ab 11 Uhr Festbetrieb. Es gibt Musik und Leckereien aus dem hofeigenen Holzbackofen, eine Maschinenausstellung, ein Streichelzoo und eine Strohhüpfburg. Am Sonntag startet auf dem Hof um 10 Uhr eine Rundwanderung. Sie führt über den Wittelsbacher Turm zurück zum Fest.