Entsprechend harmonisch war da die Bürgerversammlung. Bürgermeister Peter Hart kündigt viel Arbeit an. Im laufenden Jahr wird die Gemeinde Fuchsstadt zu einem "Dorf der Baustellen". Das gab Bürgermeister Peter Hart den Einwohnern in der sehr gut besuchten Bürgerversammlung mit auf den Nachhauseweg. Das ist für den ein ander anderen nicht unbedingt angenehm, doch für die Gemeinde eine Notwendigkeit: Für Fuchsstadt hat man sich auf dem Sektor Renovierung und Umgestaltung einiges vorgenommen.
Als Beispiel nannte Peter Hart die Grundschule, die nach fast 50 Jahren Nutzung eine Komplettsanierung erfährt (Kosten rund 1,3 Millionen Euro). Während der Bauzeit müssen die Klassen in die Vereinsheime und die Mehrzweckhalle ausgelagert werden, was Einfluss auf die Vereinsleben nimmt. Hierfür bat Hart schon um Verständnis.


Es geht in den Untergrund

In der Kissinger Straße läuft demnächst die Neuverlegung des Wasser- und Abwassernetzes einschließlich eines kompletten Neu-Ausbau an. Bei der Finanzierung sitzen das Landratsamt und das Staatliche Bauamt mit im Boot, wenn Kosten von geschätzten 500 000 Euro beglichen werden müssen. Auch das Thema "Ruheforst" will der Gemeinderat noch in diesem Jahr abschließen.


Zwölf neue Bauplätze

Ein gefragtes "Sahnestückchen" ist das Wohnbaugebiet "Hinterm Turm II". Von den rund 55 Bauplätzen in der Hanglage hat man einen Panorama-Blick über das Saaletal. Die die Gemeinde erschließt das Gelände parzellenweise und die Grundstücke gehen weg wie "warme Semmeln". Für das aktuelle zu erschließende Teilstück (300 000 Euro) mit zwölf Baugrundstücken liegen bereits Anfragen von 34 Bewerbern vor, sagte der Bürgermeister. Auf Nachfrage von Thomas Ruser bestätigte Peter Hart, dass rund zwei Drittel Einheimische und ein Drittel Auswärtige sich um einen Bauplatz bemühen. Roland Volpert ließ Hart wissen, dass Bauplätze nur in der Eigennutzung vergeben werden und mit einem Baugebot von zwei Jahren belegt sind.


Plan für Multifunktionsgebäude

In diesem Zusammenhang tat sich konsequenterweise die Frage nach Bauplätzen im Altort auf, von denen Fuchsstadt noch rund 50 besitzt. Nach Auskunft von Hart sind diese jedoch in privater Hand und stehen nicht zur Verfügung. Die Gemeinde erwarb einige ältere Anwesen, man das Areal für ein "Multifunktionsgebäude verwenden, bestätigte er Reinhard Kippes.
Der Wald ist ein gehütetes Gut in Fuchsstadt. Ihm soll auch weiterhin nachhaltige Waldwirtschaft und Pflege zukommen. Seit dem 1. Februar ist ein neuer Revierförster zuständig. Verwundert zeigte sich Ruser über die hohen Einnahmen von beinahe 200 000 Euro aus dem Wald. Der Bürgermeister erklärte dies mit Überschüssen aus dem Vorjahr, den guten Holzpreisen und eingelaufenen Fördermitteln von 40 000 Euro.
Eine erfreuliche Nachricht für die Fuchsstädter ist die Realisierung der Breitbandverkabelung durch die Telekom bis Ende des Jahres. Damit steht ein zweiter Anbieter zur Verfügung. Was die Windkraftanlagen anbelangt, werden voraussichtlich vier Windräder erstellt. Vorplanungen und Analysen laufen noch.


Es kommt ein neuer Pfarrer

Der Ort bekommt nach vierjähriger Vakanz ab September einen neuen Pfarrer, der allerdings noch nicht weiß, ob er im Pfarrhaus Fuchsstadt, in Langendorf oder in Elfershausen wohnen wird. Robert Röll nahm dies zum Anlass, einen neuen Anstrich für das Pfarrhaus anzumahnen. Dies nannte Bürgermeister Hart jedoch "eine Sache der Diözese und der Pfarrgemeinde". In Fuchsstadt habe man sich aber immer an solchen Maßnahmen "mit einem Scherflein beteiligt".


Es geht der Gemeinde gut

Was dem Ratsoberen schon jetzt am Herzen liegt, ist das Heimatfest im nächsten Jahr, das, in Abstimmung mit allen Vereinen, Ende August gefeiert wird. Da in den kommenden Monaten die Weichen für diese Großveranstaltung gestellt werden, bat Hart schon jetzt um Unterstützung bei den Vorbereitungen und der Umsetzung. Mit 1931 Einwohnern und einem Gesamthaushalt von 6,5 Millionen Euro ausgestattet, einer intakten Infrastruktur und einer sich solidarisch erklärenden Vereinslandschaft und Bürgerschaft sowie mit einer Rücklage von rund drei Millionen Euro - die der Bürgermeister jedoch eine "Momentaufnahme" nannte - lässt es sich in dem prosperierenden Ort im Saaletal durchaus leben. Mit den Mut machenden Worten Harts "Schauen wir mit Optimismus in die Zukunft und vergessen wir nicht, uns als Wertegemeinschaft zu begreifen, die gemeinsam ein Ziel anstrebt", endete die Bürgerversammlung.