Hohe Einsatzbereitschaft, Effizienz, fachliche Kompetenz und vorbildliche Jugend- und Kinderausbildung zeichnen die Freiwillige Feuerwehr Hammelburg aus, wie die Mitgliederversammlung eindeutig belegte. Die beeindruckende Bilanz der Verantwortlichen überzeugte nicht nur Bürgermeister Armin Warmuth, dass die Wehr im Verbund mit den Ortsteilwehren den Bürgern größtmögliche Sicherheit und Hilfe bieten können.

Vorsitzender Peter Sell legte seinen Rückblick vor, der die vielschichtigen Aktionen der Stadtwehr zeigte, darunter die Kreisverbands- und Kommandantendienstversammlung in der Saaletal-Halle, die Satzungsänderung zugunsten einer Kinderwehr und den Leistungsmarsch in Gladbach. Neben Polizeiinspektionsleiter Alfons Hausmann bereiteten die Blauröcke auch ihrem langjährigen Gerätewart Winfried Kleinhenz einen gebührenden Abschied.

Kommandant Michael Ohmert stehen bei Einsätzen 83 aktive Frauen und Männer und elf Jugendliche zur Verfügung. Erfreulich ist der Altersdurchschnitt der bei 34 Jahren liegt. Mit 46 Atemschutzträgern - einige inklusive Chemie-Zusatzausbildung - 34 Maschinisten und 33 Sanitätshelfern steht Ohmert eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung.

Insgesamt 79 Übungen, dazu die Grundausbildungen in benachbarten Wehren, schlagen im vorigen Jahr zu Buche. Zehn Einsatzübungen absolvierte die Wehr mit einem Zeitaufwand von 685 Stunden. Dazu addieren sich 20 Arbeitsdienste und Öffentlichkeits-Aktionen wie der "Tag der offenen Türe" und ein Sicherheitstag am Gymnasium. Unter dem Strich stand im Vorjahr die stolze Zahl von 5113 ehrenamtlich geleisteten Stunden - ohne Gerätewartung und Jugendarbeit.

Bei 134 Einsätzen leistete die Feuerwehr Hammelburg Direkthilfe oder Unterstützung bei 45 Bränden und 83 Technischen Hilfeleistungen (THL). Der Einsatzschwerpunkt lag in Hammelburg und im Altlandkreis. Markante Ereignisse waren die Auto-Brandserie in Hammelburg und ein brennender Lkw-Schweinetransporter. Die Drehleiter bleibt allerdings ein Problem. Seit zwei Jahren erheblich reparaturbedürftig, soll sie durch eine neue ersetzt werden. Die Haushaltsmittel sind eingestellt.

Christopher Schlereth, der für die zehn Jugendlichen sieben Betreuer stellen kann, drücken die Nachwuchssorgen. Doch hofft er auf Zuwachs aus der neuen Kinderfeuerwehr. Für die Jugend addierte Schlereth rund 1400 geleistete Stunden, davon 99 Stunden in feuerwehrtechnischer Ausbildung. Die modulare Truppmann-Ausbildung aber auch die Sanierung des Jugendraums gehörten zu den Aktionen.

Daran knüpfte René Keller den Bericht über die Kinderfeuerwehr in der 35 Mädchen und Jungen auf künftige Aufgaben vorbereitet werden. Die Jüngsten besuchten den Kinderfeuerwehrtag in Bad Kissingen und machten sich in der Werbung nützlich. In ihrem 630-Stunden-Kontingent findet sich auch eine Fahrt nach Großostheim, eine Showübung, der Besuch des Atemschutzzentrums und ein Sommerfest.

Im Kassenbericht von Schatzmeister Adam Hofmann überstiegen - bedingt durch die Fahnenrenovierung - die Ausgaben die Einnahmen. Die Kassenprüfer Josef Ruppert und Patrick Keller bestätigten die korrekte Kassenführung, die Entlastung wurde einstimmig gewährt.

Dies war Voraussetzung für die turnusgemäße Kommandantenwahl. Sie erbrachte ein einmütiges Votum für den bisherigen Kommandanten, Michael Ohmert, der seit sechs Jahren im Amt ist. Unter den sieben Neuaufnahmen fand sich der Standort-Älteste im Lager Hammelburg, Oberst Stefan Leonhard.

Für 65 Jahre Mitgliedschaft ehrte der Vorstand Hans-Karl Rauschmann und Helmuth Sell, die die Treueurkunde entgegennahmen. Die silberne Ehrennadel für 25 Jahre erhielt Andreas Ebert, Bronze (15 Jahre) ging an Holger Rüger und Philipp Seltmann. Bei den Aktiven ist Udo Schmitt 30 Jahre im Dienst, Bianca Oschmann seit zehn Jahren.

Der ehrenamtlichen, beeindruckenden Bilanz galt das Lob von Bürgermeister Armin Warmuth. Ein vom Landkreis mitfinanziertes Wechsellader-Fahrzeug stellte er in Aussicht. Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann beurteilte die Stadt-Feuerwehr mit positiven Noten. Mit gut Ausgebildeten schnell besetzte Fahrzeuge und die reibungslose Zusammenarbeit mit den Ortswehren gehören zu ihrer Stärke.

Ein Grußwort hielt auch der neue Leiter der Polizeiinspektion, Christian Pörtner, bereit, der selbst zwei Söhne in der Feuerwehr hat. Nicht nur die Bürger können sich auf die Blauröcke verlassen sondern auch die Polizei, die oft nicht auf die Wehren verzichten kann. Zudem sei die Erste-Hilfe-Kompetenz bei den Wehren hervorragend. "Der Feuerwehrdienst spielt in der "Champions League", lobte er.