Rund 30 Bürger informierten sich bei dem Termin über die Entwicklung des heimischen Waldes. An den Stationen gab es zahlreiche Erläuterungen der Förster und auch die ein oder andere kritische Stimme von Teilnehmern.

Gemeinderat Andreas Sauerhöfer etwa mahnte an, dass einige Hiebe deutlich größer ausgefallen seien als geplant: Im Vorderen Bühnholz etwa wurden auf vier Hektar Wald nicht die geplanten 380 Festmeter, sondern 430 geerntet, im Schnepfenthal waren es auf fünf Hektar statt 400 mehr als 700 Festmeter. "Müsste da nicht der Gemeinderat nicht nochmal gefragt werden?"

Betriebsleiter Wolfram Zeller gab sich durchaus selbstkritisch: "Ich wäre nicht so flott vorgegangen", kommentierte er einen Einschlag vor Ort. Aber: "Ich habe nicht die Zeit, alle Hiebe zu revidieren", schränkte er seine Möglichkeiten ein und verwies auf den häufigen Wechsel bei der Betriebsführung. Auch der aktuelle Revierleiter Markus Söder stellte klar, dass er erst wenige Wochen für den Gemeindewald zuständig sei. "Ich gehe davon aus, dass das in Zukunft besser klappt", beendete Bürgermeister August Weingart die Diskussion über zu große Einschläge.

Von anderen kam die Frage, weshalb trotz Energiekrise so viel Holz im Wald liegen bleibe. Zum Teil sei Totholz wichtig, betonten Zeller und Söder. Trotzdem gestanden auch sie zu, dass noch mehr Holz aufgearbeitet werden kann. Dazu sollen möglicherweise auch die Regeln für die Vergabe von Losen geändert werden. Geprüft werden soll unter anderem, ob das Holz zum Vermessen zunächst aufgesetzt werden muss oder der Revierförster einen pauschalen Preis festsetzen kann.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr wurden im Sulzthaler Wald insgesamt 2971 Festmeter eingeschlagen, geplant waren 2710 Festmeter. Der Forstwirtschaftsplan für das laufende Jahr mit einem Einschlag von 3120 Festmetern, davon alleine 1200 im Bereich Steinpfad, wurde einstimmig beschlossen. Für den Forstfinanzplan fehlten noch Zahlen, er wurde deshalb zurückgestellt.