Den 100. Geburtstag feierte der Sankt Johannis-Zweigverein Gauaschach e.V. mit einem Kommersabend und einem Sommerfest. Der Verein, dessen Hauptaufgabe schon immer die Betreuung der Jüngsten im Ort war und ist, blickte auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die Aufführung der Kindergartenkinder stand genauso im Mittelpunkt wie die Würdigung verdienter Mitglieder.
Der Vorsitzende Christof Göbel begrüßte Ehrengäste und Vereinsmitglieder. Er freute sich, dass dieses Jubiläum gefeiert werden kann. Der Elternbeirat hatte extra Schokoladentaler mit dem Logo der Kindertagesstätte "Pusteblume" und den Jubiläumsdaten gießen lassen, die am Fest ebenso gerne erstanden wurden wie die für dieses Fest erstellte Festschrift.
Einblicke in die Geschichte der Tagesstätte gab der stellvertretende Vorsitzende Peter Heim, der unter anderem die in den Jahren 2009 bis 2011 erfolgte Generalsanierung noch einmal Revue passieren ließ. Zudem warb er um längerfristige Mitgliedschaften im Verein. Schon die Erlöser-Schwestern, die bis 1966 für die Betreuung der Kinder eingesetzt waren, hätten immer wieder betont, dass eine Mitgliedschaft im Verein für den Erhalt des Kindergartens im Ort dienlich sei. Dies gelte auch in heutiger Zeit.


Respekt gegenüber den Vorfahren

Mit Musik von "Brass in Black", die größtenteils Songs der 50er und 60er Jahre zum Besten gaben, ehrten der Vorsitzende und sein Stellvertreter verdiente Mitglieder.
Bürgermeister Armin Warmuth gratulierte im Namen der Stadt und dankte vor allem dem Vorstand des Vereins. Gestiegene Anforderungen, einen Kindergarten zu führen, seien kaum noch ehrenamtlich zu bewältigen. Das gelinge in Gauaschach. Ortssprecher Edmund Schaupp zollte den Vorfahren, die vor 100 Jahren aus christlicher Überzeugung diesen Grundstein für den Kindergarten legten, seinen Respekt. Er lobte den Einsatz der helfenden Eltern, des Vorstands und der Kirchenpfleger. Sein Vater habe bereits vor 30 Jahren Einsatz gezeigt, nun setze er sich für seine Kinder ein und hoffe, das in 30 Jahren weiter für seine Enkelkinder tun zu können.


"Walk of Fame" im Garten

Pfarrer Thomas Eschenbacher bezeichnete es als typisch für die Gauaschacher, von Anfang an Dinge selbst anzupacken, denn es sei ungewöhnlich, dass ein Kindergartenverein bereits auf 100 Jahre zurückblicken könne. Es sei schwer, ehrenamtliche Helfer zu finden. Er wünschte dem Verein, dass er noch weitere 100 Jahre Bestand haben möge.
Bei der Aufführung der Kindergartenkinder am Sonntag ging es um Freundschaft und Integration von Fremden. Die Kinder aus Blauland nehmen Kinder aus Gelbland auf, weil da Krieg herrscht. Zwischenzeitlich werden den Blauländern die Gelbländer zu viel, doch gemeinsam wird eine Lösung gefunden und die Freundschaft siegt.
Momentan wird der zum Kindergarten gehörige Garten wieder hergerichtet. Hierfür wurde ein "Walk of Fame" eingerichtet. Eltern oder andere Gönner konnten gegen einen Obolus Trittplatten erwerben, die dann mit ihrem Namen versehen im neu hergerichteten Garten verlegt werden. Insgesamt 51 Spendensteine wurden verkauft, ein Erlös von 1240 Euro wurde erzielt. Beliebt war auch das Schätzspiel beim Sommerfest. Die Frage lautete, wie viele Betreuerinnen die Kinder seit der Gründung 1916 hatten. Die richtige Antwort, 56 Betreuerinnen, tippten Ingrid Teubert und Ingeborg Meder, die die Hauptpreise gewannen.

Ehrungen
40 Jahre
Hans Liegl, Benno Göbel, Burkard Bickel, Willibald Göbel, Hermann Heinickel, Josef Schmitt, Hermann Göbel, Hans Roth, Alois Keul, Walter Heinickel, Anton Schmitt, Karl Löser

25 Jahre
Roland Lilienweiß, Reinhard Ziegler, Werner
Vorndran, Karl-Heinz Schmitt,
Reinhard Oswald, Hermann Meder, Klaus Vollmuth, Edgar Ziegler und Lothar Schmitt.

20 Jahre Gerd Reuter, Andrea Balling, Edith Göbel, Jana Keul,
Günter Füller, Herbert Engelhardt, Thomas Ziegler, Edwin Spahn, Hans-Jürgen Liegl, Werner Balling und Erich Weber hkj