Dass Vereine und Organisationen bei ihren Jahreshauptversammlungen ihrer Toten gedenken, ist allgemein üblich. Doch bezogen die Gauschützen Rhön-Saale aus aktuellem Anlass jetzt die Opfer von Hanau extra mit ein. Speziell ging Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) auf das Attentat ein: "Dieser bedauerliche Fall eines psychisch kranken Täters ist aber kein Anlass, allgemein gegen Schützen und Jäger einen Generalverdacht zu erheben." Das deutsche Waffenrecht habe die Messlatte schon recht hoch angelegt. Kirchner sah darüber hinaus die Begeisterung für die Ehrenämter in den Vereinen durch zu viel Bürokratie in Gefahr.

Der Gauschützentag fand heuer im Schützenhaus des Vereins Bavaria Thulba statt, der von Schützenmeister Michael Meindl geleitet wurde. Erster Gauschützenmeister Armin Hahn begrüßte dort einen vollen Saal. "Der Trend geht weg von den herkömmlichen Schießständen und hin zu den elektronischen", sagte Hahn. "Die Planung für den Umbau der Thulbatalhalle geht zügig voran", sagte 3. Bürgermeister Mario Götz (FWG Hassenbach). Dort würde auch heuer wieder die Sportlerehrung des Marktes Oberthulba stattfinden. Auch für Menschen mit Behinderung werde es dort ein Programm geben, sagte Bezirksrätin und Behindertenbeauftragte Karin Renner.