Der Fuchsstädter "Erlebnisgarten" im Umfeld der Skater-Anlage soll ein mehrteiliges Outdoor-Fitnessgerät erhalten um sportliche Betätigung und Training in freier Natur zu ermöglichen. Sofern sich Sponsoren finden, die zu den Beschaffungskosten, eventuell auch teilweise, beitragen belaufen sich die Preise - je nach Typ - zwischen 9500 und 14.500 Euro plus Mehrwertsteuer, Lieferung und Montage.

Die Idee eines so genannten "Outdoor-Gym" fand jedoch nicht bei allen Gemeinderäten Zustimmung. Der Rat möge wegen der Sponsorengelder zunächst im Sitzungsrahmen über das Projekt diskutieren, befand Stefanie Schneider. Ähnlich äußerte sich Bernd Stöth mit der Anmerkung: "Man muss nicht alles haben." Nach Dafürhalten von Martin Keller sei es nicht notwendig jetzt schon eine Entscheidung zu treffen. "Das ist zwar eine tolle Geschichte, aber die Gemeinde hat aktuell genug am Hals. Wir sollten unsere Kraft nicht an zu vielen Projekten vergeuden."

Zunächst auf Sponsorensuche gehen

Eva-Maria Conrad riet dazu, das Novum, für das die Planung geändert wurde, "mit einzubeziehen, da es Interessierte gäbe so etwas zu machen". Thomas Ruser warnte vor Verbrennungen am im Sommer aufgeheizten Stangengerüst. Letztlich entschied das Ratsgremium, zunächst auf Sponsorensuche zu gehen.

Über den Zwischenstand des Nahwärme-Projekts informierte der Sprecher des achtköpfigen Arbeitskreises, Ingo Betz-Eichler. Nach seiner Ausführung wurden verschiedene Angebote zum Bau dieser Anlage eingeholt. Betz-Eichler vermutete, dass der noch zu gründenden Genossenschaft in naher Zeit der Preis mitgeteilt werden kann. Der Preis für das einzelne Mitglied ergibt sich aus der Gesamtzahl der Mitglieder, die sich in die Genossenschaft eingliedern.

Gemeinderat Martin Keller vermutete, dass eine Fachfirma für die Realisierung des "Natur-Energie-Fuchsstadt" betitelten, alternativen Wärmeversorgungsprojekt notwendig ist, die voraussichtlich eine Planung vorlegt. "Das kostet Geld, woher kommt dieses?", fragte er. Hier sind die Genossen gefordert. Zudem erhält die Maßnahme eine Förderung, und auch eine Kreditaufnahme käme in Frage. Fakt ist laut Betz-Eichler: "Entweder man ist dabei oder nicht." Das bedeutet, ein späterer Eintritt in die Genossenschaft wird nicht möglich sein.

Höhrere Personalkosten sorgten für überplanmäßige Ausgaben

Das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung für das Jahr 2021 legte Ausschussvorsitzende Stefanie Schneider auf. Überplanmäßige Ausgaben entstanden zumeist durch höhere Personalkosten. Sie wurden einstimmig vom Rat gebilligt. Der Haushalt des Vorjahres schloss mit 4,72 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 3,69 Millionen Euro im Vermögenshaushalt ab. Die Rücklagen betragen knapp 3 Millionen Euro. Die Jahresrechnung wurde festgestellt und gebilligt und mit einmütiger Entlastung versehen.

Einhellig stellte sich das Gremium auch hinter die Fortschreibung des vom Bayerischen Gemeindetags angeregten Landesentwicklungsprogramm. Zwar bemängelte Conrad "zu wenig Strukturausbau - als Beispiel dient hier der öffentliche Personen-Nahverkehr - auf dem Lande", stimmte aber doch für die Fortschreibung.

Aus nichtöffentlicher Sitzung informierte Bürgermeister René Gerner dass die Gemeinde für den Radweg von Langendorf nach Fuchsstadt eine Förderung anstrebt und einreicht. Für den Neubau der Bauhofhalle sind die Elektroarbeiten vergeben.