Hammelburg
Brandschutz

Feuerwehren Hammelburg: Drei Gerätehäuser werden 2023 fertig

2023 wird ein gutes Jahr für die Feuerwehren im Stadtgebiet: Voraussichtlich Ende Mai wird das neue Gebäude in Obererthal fertig, im August folgt Gauaschach und im November vermutlich Obereschenbach.
Vom Kran aus ist die Baustelle des neuen Feuerwehrhauses gut zu überblicken: links das Dach des bestehenden Schulungsraumes, dann Umkleiden und Büro sowie rechts der Stellplatz fürs Fahrzeug. In der Bildmitte studieren Stadtbaumeister Detlef Mohr,...
Vom Kran aus ist die Baustelle des neuen Feuerwehrhauses gut zu überblicken: links das Dach des bestehenden Schulungsraumes, dann Umkleiden und Büro sowie rechts der Stellplatz fürs Fahrzeug. In der Bildmitte studieren Stadtbaumeister Detlef Mohr, Polier Klaus Weißenberger und Architekt Thomas Ruser die Pläne. Foto: Ralf Ruppert

Rund 3,6 Millionen Euro investiert die Stadt Hammelburg aktuell in drei neue Feuerwehrgerätehäuser im Stadtgebiet. Los ging es im März mit dem Rohbau in Oberthal, im Mai starteten die Arbeiten in Gauaschach, seit September wird nun auch in Obereschenbach gebaut.

In Obererthal und Gauaschach entstehen Gerätehäuser jeweils auf der grünen Wiese, in Obereschenbach dagegen fügen die Arbeiter des Bauunternehmens Koch aus Machtilshausen ein neues Gebäude mitten im Ort in den Bestand ein: Die frühere Raiffeisenhalle wurde dafür abgebrochen, der daran angebaute Schulungsraum der Wehr bleibt erhalten, berichtet Architekt Thomas Ruser, der alle drei Neubauten betreut.

Geringe staatliche Zuschüsse

Mit Baufortschritt und Kostenentwicklung ist Architekt Ruser insgesamt zufrieden: Auf 1,4 Millionen Euro für Gauaschach und jeweils 1,1 Millionen Euro für Obererthal und Obereschenbach sind die Kosten veranschlagt. Auch weil der Brandschutz Pflichtaufgabe der Kommunen ist, gebe es relativ geringe Zuschüsse: 63.500 Euro pauschal pro Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug.

"Trotzdem wird bis ins Detail mitgeredet", fasst Ruser die Abstimmungen mit der Regierung von Unterfranken zusammen. Weil alle drei Gebäude den KfW-40-Standard einhalten, gibt es zudem noch Geld von der Kreditanstalt für Wiederaufbau: Für die beiden Neubauten jeweils rund 140.000 Euro. Weil in Obereschenbach auch der Schulungsraum energetisch saniert wird, kann die Stadt dort sogar mit rund 185.000 Euro planen. Aus Sicht von Stadtbaumeister Detlef Mohr war es genau die richtige Entscheidung, die Gebäude möglichst energieeffizient zu planen: "Gerade öffentliche Gebäude werden ja immer für die nächsten 40 bis 50 Jahre gebaut."

Zum hohen Energiestandard hat in allen drei Gebäuden die Planung einer Holzpelletsheizung beigetragen. In Obererthal werde sie gerade eingebaut: "Vielleicht können wir dort zum Jahreswechsel schon heizen", berichtet Ruser. Die Restarbeiten dort sollten dann bis Ende Mai abgeschlossen sein. Die Gebäudehülle ist in Obererthal bereits seit dem Sommer zu.

In Gauaschach seien dagegen erst vor kurzem die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen sowie Fenster und Tore eingebaut worden. Neben dem Gauaschacher Feuerwehrhaus gebe es zudem ein Regenwasser-Rückhaltebecken, das die Wehr auch für Übungen nutzen könne. Aktuell steht in Gauaschach der Einbau der Haustechnik an. Danach würden Putz und Estrich eingebracht und müssten mindestens zwei Monate trocknen. "Für Gauaschach müssen wir Innentüren, Fliesen und Außenanlage noch ausschreiben", kündigt Ruser an. Mit der Fertigstellung rechnet er im August.

Insgesamt seien die Arbeiten für alle drei Feuerwehrhäuser zu günstigen Zeitpunkten ausgeschrieben worden, die Kostensteigerungen hätten sich in Grenzen gehalten.

In Obereschenbach wurde im September der Bestand abgerissen, bereits in zwei Wochen soll der Rohbau fertig sein. "Bis Weihnachten haben wir das Dach dicht, die Fenster sind auch schon da, vielleicht kriegen wir sogar noch das Tor rein", kündigt Architekt Ruser an. Im Schulungsraum werden lediglich die Fenster ausgetauscht, der Dachraum darüber wurde gedämmt. Bis März soll die Haustechnik fertig werden, danach werde verputzt und Estrich gelegt. Etwa in einem Jahr könne die Feuerwehr dann laut Architekt einziehen.

"Ob es einen Monat früher oder später fertig wird, ist nicht so wichtig", sagt der Obereschenbacher Ortsbeauftragte Thomas Reuter. Wichtiger sei, "dass jetzt endlich was passiert". Auch die Diskussionen um den Standort mitten im Dorf hätten sich zum Glück wieder beruhigt. Rund 30 Aktive und eine junge Führungsriege habe die Obereschenbacher Wehr. "Ich hoffe, dass uns das Gebäude weiteren Schwung gibt."