"Mit 16 Jahren kam ich zur Feuerwehr", sagt Christian Glück. Jetzt wurde er zusammen mit seinem Kameraden Heinrich Morper für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. "Wir sind 1954 zur selben Zeit in die Wehr eingetreten, aber in der Schule waren wir ein Jahr auseinander", bestätigt Morper.
"Je älter man wird, um so schneller geht die Zeit, ja das ganze Leben, vorbei", sagt Glück. "Die Kameradschaft hielt uns zusammen", sagt Morper. "Und der Gedanke, dem Nachbarn bei der Feuernot zu helfen", ergänzt Glück.
Erinnerungen an Einsätze bei der Sippachsmühle und in Waizenbach werden wieder wach. In Völkersleier sei während ihrer aktiven Dienstzeit allerdings nicht viel Aufsehenerregendes passiert.

Weitere Ehrungen

Ehrungsurkunden für ihre 50-jährige Treue zur heimischen Wehr erhielten Adolf Degen, Rolf Kessler und Alfred Preisendörfer. Seit 40 Jahren sind Wilfried Biemüller, Hans Jürgen Fürst, Georg Kaiser, Peter Koch und Otto Winter dabei. Für 25 Jahre wurden Jochen Biemüller, Thomas Knauf, Matthias Koberstein, Holger Morper, Stefan Selbert, Marko Henning und Jost Frank geehrt.
Dass die Feuerwehr Völkers leier den Anschluss an die heutige Jugend nicht verlor, das bewiesen die Neuaufnahmen von Martin Zeller, Noah Selbert, Paul Selbert und Moritz Koch in die Jugendwehr. Per Handschlag wurden sie von Kommandant Florian Hluchy und vom Vorsitzenden Lothar Haas begrüßt. Als passives Mitglied trat Michael Zeller in die Wehr ein.
Die Feuerwehr Völkersleier zählt zurzeit 107 Mitglieder, davon 51 Aktive. Turnusgemäß gab es einen Wechsel bei den Kassenprüfern: Holger Morper löste Lukas Bornkessel ab. Zuwachs verzeichnen die Maschinisten mit Maximilian Haas und Manuel Mohr.
"Die neue Tragkraftspritze war der Höhepunkt im vergangenen Jahr", erinnerte Vorsitzender Haas an die damit verbundene Feier im Mai. Dass mit der neuen Pumpe endlich wieder genug Druck auf dem Schlauch sei, das konnte während einer Großübung am Sportheim unter Beweis gestellt werden. Kommandant Hluchy bestätigte, dass in hervorragender Zeit die 35 Höhenmeter zum Brandteich per Schlauchstrecke überwunden worden seien und die neue Pumpe bestens arbeite.
"Ich wünsche mir allerdings eine größere Beteiligung an den sonstigen Übungen", appellierte Hluchy an seine Kameraden. Damit rannte er bei Kreisbrandrat Benno Metz offene Türen ein. "Um im Ernstfall erfolgreich helfen zu können, muss man zuvor ordentlich geübt haben", betonte Metz.
Dem Kreisbrandrat fiel auf, dass es keine weiblichen Feuerwehrleute in Völkerleier gibt. Auch Bürgermeister Jürgen Karle appellierte an die Bereitschaft zum Üben: "Personelle Qualität ist gefragt, wenn hochwertige Technik gehandhabt werden soll".
Karle wies auf den neuen Ausschuss der Gemeinde Wartmannsroth für Feuerwehr-Anschaffungen hin, dem neben dem Gemeinderat auch die Floriansjünger angehören sollen.